Watch out for our  new album "Perpetual Descending Into Nothingness"!!! Release Date: 16.01.2015

Crossfire-Metal


Label: FDA REKOTZ
Jahr: 2015
Running Time: 41:57
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Sehr melodisch solierend finden sie für ihr drittes Album "Perpetual Descending Into Nothingness" einen Einstand. Mit Überschüssen von melodischem Kram muss aber nicht gerechnet werden. Obscure Infinity bringen schon die gewohnt amtliche Kante, wie man sie von FDA Rekotz erwarten darf. Man breitet sich im Oldschool Death aus, verarbeitet nicht zu hohe Leads und auf keinen Fall zuviel Doublebass. Leicht hallig wurden Subgrowls eingeknuspert, so kernig wie sich das gehört. Obscure Infinity kommen von dort, wo über den Höhen der Wind so kalt pfeift. Ob sie deswegen mal tiefe Singstimmen in "A Forlorn Wanderer" verwenden, kann nicht begründet werden, denn mit der guten alten Mundorgel, in welcher der gute alte Westerwald thematisiert wird, hat das hier gar nichts zu tun. Zum Abschluss werden sie für "Beyond Spheres And Time" epischer, und bringen einen würdigen Rauswerfer von fast acht Minuten Länge, der einfach alles kann. Ihr letztes Album war das "Putrefying Illusions" Album aus 2012, dem noch ganze drei Splits folgten. Neun Tracks hat der Fünfer aus dem Westerwald auf dem neunen "Perpetual Descending Into Nothingness", die alle so hochwertig sind wie das geile Cover ausfiel, und das neue Jahr so todesmetallisch einläuten, wie das alte ausklang.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Joxe Schaefer

bleeding4metal

Ihr kennt das, ihr seht ein Cover und wisst genau, da muss was Großes drinstecken. Dann nehmt ihr die CD/LP aus der Hülle hört die ersten Töne und wisst genau, das ist was Großes, was da in den nächsten Minuten auf mich zu kommt.

So geschehen im Falle des neuen Albums von OBSCURE INFINITY. Eröffnet durch 'Entering The Hall Of Eternity' findet "Perpetual Descending Into Nothingness" schon mal einen geilen Einstieg, und 'Sorcery Of The Black Souls' bestätigt dann gleich deine Erwartungen. Es knallt und sägt von vorne bis hinten, ein heiserer Growl-Gesang, treibende Double-Bass und epische Klänge und ein starkes Solo. Der Anfang ist geglückt. Kann das Album auch durchgehend die Qualität halten? Auch 'Expiration Of The Lost' knallt sofort weiter, etwas langsamer als der Vorgänger aber nicht minder brutal. Nach 'The Uttermost Descend' kommt dann mit 'A Forlorn Wanderer" eines der beiden Glanzstücke des Albums. Der Song überrascht im Mittelteil erst mit ruhigen Klängen, dann mit einem epischen Klargesang. Klingt geil, passt perfekt!

Der zweite Teil des Albums wird durch 'Into The Undertow' eingeleitet, welcher kurz und knallig auf den Punkt kommt. 'Descending Into Nothingness' ist dann ein Nackenbrecher; immer wieder treibende Double-Bass lassen dir gar keine andere Wahl, als ständig die Rübe zu bangen und beim Solo die Luftgitarre auszupacken. Während 'From Odium To Disease' dann wieder die Keule auspackt und sich knappt durch die 4 Minuten prügelt. Den Abschluss bildet dann das zweite Glanzstück. 'Beyond Spheres And Time' ist gespickt mit Melodien, einem akustischen Interlude in der Mitte, einem starken Solo und jeder Menge epochalen Klängen gegen Ende des Songs. Damit endet auch diese schwarze, brutale Fahrt in die Tiefe, welche durch das sehr schicke Outfit auch noch perfekt ummantelt wird.

OBSCURE INFINITY haben hier einen echten Brocken geschaffen. Ein Album, welches brutal, zeitweise epochal und schwarz angehaucht ist. Mit diesem Album katapultieren die Jungs sich nach ganz weit oben. Sehr gute Arbeit, Jungs!


9 von 10 Punkten

myrevelations

Mal wieder Lust auf richtig alten Todesblei und keinen Bock, schon wieder die alte Unleashed oder Asphyx aus dem Schrank zu kramen? Dann bieten die deutschen OBSUCRE INFINITY auf " Perpetual Descending Into Nothingness" Abhilfe.
Der Fünfer aus dem Westerwald schafft es mit seinem dritten Album, den Geschmack vom alten Kinderzimmer im Souterrain, von Lederjacke und Tabak, von Amiga 64 zu schweren Gitarren wieder zurück ins Gedächtnis zu bringen. Und das trotz der modernen Produktion, die in der Noiseschmiede Lahnstein aufgenommen und schließlich in den Tempeln der Disharmonie von Patrick Engel gemastert wurde. Der Gesang, die Saiteninstrumente und das Schlagzeug vermitteln einen tollen Charme, die trotzdem nichts an Qualität einbüßen und die richtige Mischung an Brutalität und Melancholie vermitteln. Jedoch ist das hier keine bloße Reminiszenz an alte skandinavische Zugpferde und eifert diesen unbeholfen nach. Mitnichten werden hier nur plumpe Riffs aufgewärmt oder etliche schon oft gehörte Gitarrenläufe genutzt. Denn zusätzlich sorgt die Spielfreude und -fertigkeit der einzelnen Mitglieder für viel Abwechslung einerseits und für erweiterten Hörgenuss andererseits. Es dauert ein wenig, bis man sich durch die vielen dichten Dickichte von " Perpetual Descending Into Nothingness" gekämpft hat und braucht auch einige Durchläufe, um all die Ideen zu fassen und zu verarbeiten. Denn davon haben OBSCURE INFINITY eine ganze Menge auf der Scheibe zu bieten. Die vielen verschiedenen Tempi und Rhythmuswechsel verstärken diese Eindrücke noch. Ob man nun durch die Untiefen galoppiert wie im Stück "Into The Undertow" oder man vom Start weg kaputtgeblastet wird wie im Song "Sorcery Of The Black Souls". Der Spaßfaktor bleibt ebenso wie die Darbietung durchgängig auf einem sehr gehobenen Level.
So fällt es dann auch schwer, hier einzeln Stücke hervorzuheben, denn beinahe jeder Song hat seine Highlights und weiß zu überzeugen. Zudem ist es der Band in jedem Fall gelungen, die alte Schule in die Neuzeit zu transportieren, und dem Ganzen eine gehörige Portion Einfallsreichtum und Eigenständigkeit zu verpassen ohne einfallslos abzukupfern. So ist " Perpetual Descending Into Nothingness" eine rundum gelungene Platte, die jedem Death Metal Fan ans Herz gelegt werden kann.


12 von 15 Punkten

bloodchamber

OBSCURE INFINITY haben nicht nur in der Bloodchamber mit ihren vorherigen Alben spitzenmäßige Rezensionen abräumen können, auch in der internationalen Musikszene konnten sie punkten. Nach einer dreijähriger Wartezeit liefern sie nun Nachschub. „Perpetual Descending Into Nothingness“ heißt das Album und man darf zu Recht mit viel Vorfreude an dieses Werk herangehen.

Die Jungs haben sich schon immer dem Death Metal verschrieben. Sie haben dabei fast schon von Anfang an ihren ganz eigenen Stil gefunden, den man hauptsächlich als Old School beschreiben könnte, was aber noch lange nicht ausreichend ist, um das komplette Spektrum dieser Musik zu erfassen. Die Produktion vermittelt einen alten, nahezu schon urtümlichen Charakter, obwohl die eigentliche Soundqualität neusten Anforderungen entspricht. Der Gesang, die Instrumente und jede einzelne Spur kommen in dieser transparenten Aufmachung bestens zur Geltung. Und das ist auch nötig, um mit der hohen Finesse des Songwritings mithalten zu können. Der Grundtenor ist räudig und derb, gleichzeitig aber sehr filigran. Mit einem perfekten Timing werden dem Hörer die Riffs nur so um die Ohren gehauen. Die meiste Zeit donnert OBSCURE INFINITY in einem strammen Tempo vor sich hin, aber ab und an gibt es einen Tempo- oder Stilwechsel oder auch andere Kontraste. Das sind die Momente, welche das Album im persönlichen Ranking nach oben katapultieren. „A Forlorn Wanderer“ ist wohl das beste Beispiel für diesen Gänsehaut erzeugenden Moment, wenn der Grundrhythmus in eine atmosphärische Hymne verfällt. Solche oder ähnliche Kontrastmittel findet man aber in fast jedem Lied auf diesem Album. Mal mehr, mal weniger. Während „Perpetual Descending Into Nothingness“ am Anfang noch den Eindruck eines eher gewöhnlichen Gesamtwerks erweckt, setzt sich bis zum Ende das Puzzle vollständig zusammen. Nach dem ersten Durchlauf sieht man dieses Album mit ganz anderen Augen und kann es beim zweiten Hördurchgang noch mehr genießen.

OBSCURE INIFITY haben es wieder mal geschafft und höchste Death Metal Qualität made in Germany produziert. „Perpetual Descending Into Nothingness“ ist ein kurzweiliges Album, welches am besten mit simplifizierter Kreativität beschrieben werden kann. Hier liefern fünf Musiker mit so wenigen Stilmitteln wie möglich ein Album von allerhöchster Güte ab.


9 / 10 Punkten

Whiskey-Soda

Obscure Infinity sind oldschool – mit einen Twist. Man hat sich entschlossen, insbesondere produktionstechnisch den alten Helden zu huldigen. Der Sound klingt sehr stark nach Ende der 80er, Morbid Angel, Morgoth, Obituary – all diese liebgewonnenen Kellerklänge die heutzutage oft kopiert, aber in ihrer Authentizität nie erreicht werden. Auch Obscure Infinity spielen auf dieser Klaviatur – allerdings besser als die meisten anderen.

Vielleicht mag das daran liegen, dass sich musikalisch gesehen die Band aus Deutschland auf einem anderen Level bewegt als die ersten Demobands Ende der Achtziger. Das ist kein reines Gedresche und Gehacke – heute muß niemand mehr beweisen, wie böse Death Metal doch sein kann. Also konzentriert man sich auf gutes, leicht progressives Songwriting, das neben dem natürlich ausgiebig vorhandenen Highspeedgeboller auch jede Menge spannende Breaks, Twists, Ideen, Brüche und Rhythmenwechsel auffährt. Man kombiniert US-Death Metal mit klassischem Sunlight Studios - Death Metal und einer Prise melodischer Black Metal-Raserei zu einem Konglomerat an Huldigungen, die besser nicht ausfallen könnten.

Überragend ist zunächst der Rausschmeißer des Albums - 'Beyond Spheres And Time' fährt in 7'44 alles auf, was Death Metal der guten Schule ausmacht. Eröffnet wird der Track mit einer klassischen Elchtodmelodie Marke Desultory, um nach der ersten Blastspeedattacke plötzlich in Testament'sches Riffing auszuarten. Das Ganze wird permanent von ultramelodischen Highspeed-Gitarren unterlegt, die Dissection zu Ehren gereichen. Der Gesang ist schön fieses, nicht zu tiefes Geröchel, das an Morgoth erinnert. Die Tempi wechseln etwa achtmal pro Song, genau so wie die Tonart – das ist herausragend komponierter Metal in einem zerrissenen Lumpengewand – so und genau so fühlte sich das an, damals.

Alle anderen Tracks stehen dem epischen Ende nur minimal nach, und 'Descending Into Nothingness' hat ein so krasses 80er-Metal-Disco-Feeling dass man es als Oldschooler kaum aushält, ohne in Seufzen ob der guten alten Tage auszubrechen. Passend dazu das perfekte Artwork irgendwo zwischen Pestilence, Edge Of Sanity und Dissection. Obscure Infinity sind definitiv bereits mit ihrem dritten Album ein heller Stern am Death Metal-Himmel.


Note: 1

Necroslaughter

Obscure Infinity – Perpetual Descending Into Nothingness

  Reviews
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Obscure Infinity - Perpetual Descending Into NothingnessDas Jahr ist noch jung und frisch. Dennoch legen uns OBSCURE INFINITY bereits das erste Highlight hin, das die Messlatte für die Konkurrenz unweigerlich hoch legt. Die Entwicklung der Band ist immens, vom Debüt “Dawn Of Winter” angefangen, war die Steigerung zu “Putrefying Illusions” immens. Das deutete bereits die Split mit Profanal imposant an. Seither zeugten diverse andere Splits mit Humiliation, Deathronation oder den Label-Kollegen Wound von ihrer Experimentierfreudigkeit und Weiterentwicklung. Schlussendlich gipfelt diese Spielfreude im bisher besten Werk, “Perpetual Descending Into Nothingness“.

Mittlerweile haben OBSCURE INFINITY einen gewissen Trademark-Sound entwickelt. Man erkennt die Riffs schnell am eigenen Stil. Natürlich beeinflusst von alter Schule, aber abseits von einschränkenden Landesgrenzen. Skandinavische Einflüsse erkennt man mindestens so gut, wie Ideen aus dem amerikanischen Death Metal. Dazu erweitert das neue Album den Style um einige Einflüsse aus dem Black Metal, die dem Album noch mehr Spielraum und Fassetten hinzufügen.

Am deutlichsten werden diese schwarzmetallischen Inspirationen wohl in “A Forlorn Wanderer“. Der Gesang ist von Anfang an garstig und roh mit Hall unterlegt, die Riffs spielen mit exzessivem Minimalismus. Im Break mit der Akustikgitarre und Klavieruntermalung kommen dann Klargesang und gesprochener Text dazu. Insgesamt eine sehr unheimliche und gleichzeitig erhabene Atmosphäre, die in diesem ungewöhnlichen Songwriting entsteht. Doch dann kommt ein weiterer Break und Venom-artiges Uptempo mit passendem Gesang, der an manchen Stellen durchaus auch was von Immortal hat. Und kalte Gitarren umspielen weiterhin die Frühphasen des Black Metals. Zusätzlich stammt der Text zu dem Lied sowie einige Vocals von A. von Chaos Invocation, was sicherlich einen weiteren Beitrag zum angeschwärzten Touch leistet.

Weitere Gastbeiträge leisten übrigens Obscurus und Kraal, beide von Membaris, die “Sorcery Of The Black Souls” und “Beyond Spheres And Time” mit unglaublich guten Chorälen unterlegen. Leimy von Reckless Manslaughter grunzt hingegen zusätzlich bei “Descending Into Nothingness“. Diese zusätzlichen Sänger erweitern wunderbar die eh schon imposante gesangliche Variation von Jules, der abermals richtig gute Arbeit leistet.

Wo gleichermaßen das epische “Beyond Spheres And Time” diesen gewissen Dissection-Charme hat, sind OBSCURE INFINITY aber nicht gänzlich zum Black Metal gewechselt. Wie gesagt, vielmehr erweitern sie ihren Stil um eine weitere Fassette, die “Perpetual Descending Into Nothingness” zusätzliche Dynamik verleiht und sehr gut steht! Ähnlich werden auch einige Ideen verbaut, die fast schon Punk sind! Zum einen in genannter Hommage an Venom oder auch in “Into The Undertow“. Doch all dieser Akzente zum Trotz, ist es immer noch ein Death Metal Album.

Natürlich stehen die eigenständigen Gitarren von OBSCURE INFINTY über dem ganzen. Hier pflegen Stefan und Sascha weiterhin die Mischung aus morbiden und griffigen Harmonien, die bereits auf den Vorgängeralben für die richtige Atmosphäre und Zugänglichkeit zur Musik gesorgt haben. Darüber hinaus hört man aber auch deutlich etwas von diesem Morbid Angel-Vibe, den sie zur “Blessed Are The Sick” hatten, in “Sorcery Of The Black Souls” oder “Expiration Of The Lost“.

Ähnlich wie bereits zu “Putrefying Illusions” sind die Songs angenehm kompakt. Auch, wenn das Songwriting komplex oder sogar recht unkonventionell ist. So wie das vielschichtige “Descending Into Nothingness“, das mit ungewöhnlichen Tempowechseln spielt. Und auch der Aufbau von “A Forlorn Wanderer” oder “Sorcery Of The Black Souls” ist sehr intelligent. Am Ende werden aber die wichtigen Elemente immer passend aufgenommen und wiederholt, so dass sie nie abgenutzt werden und immer einen schlüssigen Bogen spannen; die Lieder wirken nie überladen, auch wenn immer viel passiert.
Im Gegensatz zum Vorgängeralbum verzichten OBSCURE INFINITY aber auch an den richtigen Stellen auf Progression und spielen auch schon mal mit (vergleichsweise) reduziertem Vokabular. Nicht zuletzt in einigen Riffs, die bewusst minimalistisch, und dadurch sehr griffig gehalten sind. Auch der komplette Song “From Odium And Disease” ist sehr geradeaus.

Hingegen fanden die unglaublichen Soli von Stefan abermals eine ordentliche Steigerung. Wie zuvor zeigen sich deutliche Bezüge zum Melodieverständnis aus dem klassischen Heavy Metal und den Scorpions im Speziellen. Dazu scheinen manche Strukturen organisch um den Verlauf des Solos gewachsen zu sein. Und richtig traumhaft sind dann die Wechsel des Tempos über diese Gitarrenlinien.
Genau wie die Soli werden die Leadgitarren auch teilweise zweistimmig präsentiert und erschaffen wieder eine wunderschön morbide Atmosphäre. Dazu hört man beispielsweise in “From Odium And Disease” auch noch wunderschön absurde Bassläufe.

Aber man hat auch etwas mit dem bisherigen Stil gebrochen! Zum einen fehlt jedwedes Instrumentalstück auf dem Album. Und auch das Artwork geht etwas andere Wege. Wo zuvor alte Ölgemälde ihre Verwendung fanden, hat nun Juanjo Castellano ein passend obskures Bild gemalt. Gerade in den Detailausschnitten, die das Booklet der CD zieren, erinnert die surreale Architektur stark an die Frühwerke von Dan Seagrave. Entsprechend passt das Motiv sehr gut zur dargebotenen Musik.

Der Sammler sollte sich ranhalten! Denn neben der CD-Version gibt es nur eine limitierte Auflage an Vinyl. Lediglich insgesamt 300 Einheiten. Davon 100 in blau marmoriert – die bereits ausverkauft sind. Und das vor offiziellem Veröffentlichungstermin. Wie viele von den restlichen 200 schwarzen Schallplatten noch da sind, weiß man nicht. Deswegen sollte man alsbald zuschlagen – oder eben demnächst ärgern. Denn “Perpetual Descending Into Nothingness” ist in seiner Vielschichtigkeit und Eigenständigkeit aktuell das beste Album von OBSCURE INFINITY. Das legt allerdings auch den Leistungsdruck für die nächste Scheibe verdammt hoch. Ich bleibe gespannt auf die Dinge, die kommen…

metalblog

German death metal seems to have another peak. Next to Chapel Of Disease it is also Obscure Infinity that released a pretty good death metal record the other day.

The band from Westerwald, Germany started eight years ago and looks back on two full-length records and a few split discs. And eventhough the band is fairly new they had to go through two line-up changes already. In 2012 drummer Oli and guitarist Florian needed to be replaced. The band found with Thomas (d) and Sascha (g) two new members that are in the meantime fully integrated. "Perpetual decending into nothingness" benefits from this and became an evil piece of death metal.

On the new album, which is the third one in the bands history, the Obscure Infinity stands like a rock. The songs are reflecting oldschool death metal with really deep growls and super fast guitars; like on "Sorcery of the black soul" and the short "Into the undertow". But Obscure Infinity adds also some thrash elements to their songs. "A forlorn wanderer" for example is a song that is very diverse. It starts fast and furious before a break leads to a more silent part with clean, almost classic vocals. This section is supported by a melodic guitar solo in a moderate pace which fits very well. A raging ending brings you back to where the track started. In my opinion it's one of the best song on the album.

A track I also want to mention is the brutal but also complex "The uttermost descend". Like in the before mentioned song a lot of things are happening which shows that death metal doesn't need to be one-dimensional.

Or listen to "From odium to disease" with almost neo-classic guitar solo. Cool stuff.

"Perpetual descending into nothingness" is a clear statement that the German death metal scene is very much alive. I like the album and I could imagine that the band can reach also some fans that aren't that much into death metal. It's worth to listen to the album.

 

(7/10)

Ave Noctum

Some so-called `old school death metal’ is very self consciously archaic and primitive, desperately trying to achieve that retrogressive sound. Not so Obscure Infinity, who with their third album, have crafted a raging, crushing opus which absolutely screams `death metal’, but is `old-school’ in the sense that it is dark. heavy, dramatic, atmospheric, with well-written songs. There is no obsession here with playing at a zillion miles an hour, nor making the songs as physically complicated as possible.

For a start, Obscure Infinity know how to write a great, dark and heavy riff. The album is peppered liberally with them, they are everywhere. To my ears, there is quite a blend of influences all coming together on these 9 tracks; there are a lot of old Swedish influences, with some great fast-picked, eerie single note riffs in vein of Dismember or early Entombed, as well as some barbaric, rough and ready Discharge-style chords (which also reminds me a lot of the early Swedish death metal scene). What they also have in spades though, something that many other bands lack, is a real melodramatic, dark atmosphere. This achieved partly through an excellent, occasional use of fantastic melody, which really adds an extra dimension to the grim and crushing drama already present. There are some surprising acoustic passages and even the odd bout of harmonious singing, which not only shows the band’s creativity, but also really adds something to the band’s overall sound.

The vocals are also old-fashioned, in that you can actually hear that words are being pronounced, rather than merely guttural grunts and squeals. Vocalist Jules puts in a convincing and malevolent performance with an echo-enhanced low growl. At times he varies it with a more emphatic yell, or a higher pitched and more expressive roar. Often the vocals in death metal can be incredibly one-dimensional, not so here. Another thing that must be mention; the guitar solos. They really are out-of-this-world! It is clear that there are some very talented musicians in Obscure Infinity, who certainly aren’t afraid to throw in some traditional heavy metal melody when it suits them, and this is to their credit.

In general, this is a good death metal album which ticks all the right boxes; it’s dark, heavy and powerful. There is a great sense of drama, a sinister atmosphere and a larger than life feel about the music. There is great use of chilling melody when required, and as I mentioned before, the song writing is of high quality, and all the songs have great dynamics. The lyrics are rather impenetrable, yet grimly poetic. Obscure Infinity definitely show themselves as a force to be reckoned with on this album, and they certainly have the potential and talent to step out of the shadows and become much more well known. Who knows, 2015 could be their year.

(7.5/10 Jon Butlin)

Obliveon

Das Label aus Wriezen ist weiter auf der Suche nach guten Death-Metal-Bands und dürfte auch 2015 wieder Garant dafür sein, dass wir oldschool ordentlich was auf die Ohren bekommen. Meine Erfahrungen in der Vergangenheit waren recht positiv, so dass ich auch dieses Jahr wieder zuversichtlich auf die Veröffentlichungen dieses Labels achten werde. Der erste Kandidat ist mit OBSCURE INFINITY eine Band, die mittlerweile im 2-Jahres-Rhythmus ihre Alben veröffentlicht und mit „Perpetual Descending Into Nothingsness“ ihr drittes Werk kreiert hat. Die Westerländer warten nicht nur mit einer amtlichen Produktion auf, sondern bedienen auch handwerklich das Genre in der gewünschten hochklassigen Manier. Melodische Eingängigkeit paart sich mit geschickten Breakeinlagen und Tempoänderungen, wobei der Cleangesang als abgemilderte Form des Growlgesangs verwendet wird. Nicht falsch verstehen, Jules ist ein geiler Shouter und füllt diesen Part perfekt aus. Was OBSCURE INFINITY wirklich auszeichnet ist die Unbekümmertheit und Spielfreude, die sie an den Tag legen. Dies kann man zum Beispiel der Soloeinlage in ‘Into The Undertow‘ entnehmen, aber auch auf dem ganzen Album, wo die Jungs ihr Ding durchziehen und sich damit wohltuend von der Masse abheben. Für Genre-Fans ein feines Teilchen, das da kurz nach Jahresbeginn auf uns zurollt. 8/10 - RB.

Burn Your Ears

Irgendwo angeblich im Westerwald hausen ein paar wilde Typen, die seit einigen Jahren dem Winter, dem Tod, der Dunkelheit und ähnlichem mit harten Tönen huldigen. Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nicht mit deren Mucke in Berührung kam, was ich schade finde, wie man an obiger Bewertung sieht. Solch ruppigen, vor Kraft strotzenden Death Metal aus deutschen Landen bekommt man nicht jeden Tag zu Gehör.


Zwei Gitarren singen und irgendeine diffuse Nostalgie taucht auf. DISSECTION? Doch bevor man sich tiefgründigere Gedanken machen kann, bekommt man nach dem Intro die ersten Riffs übergebraten.
Als ob ältere Schweden hier am Werke wären dröhnt es ruppig, brutal und doch melodiös aus der Membran. Letzteres offenbart sich in einem klasse Chorus des Openers, welcher dunkle Growls mit Background-Gesang und Eingängigkeit verknüpft, und der in ein hübsches Solo übergeht.
Düstere Stimmung verbreitet „Expiration Of The Lost", brachiales Geschrei und Blasts als Düsenantrieb. Dabei gibt es ein herrliches Gemisch aus rüdem Saitengehäcksel und harmonischem Fingerspiel, das im Folgenden leicht thrashigen Einschlag hat.

„A Forlorn Wanderer" wartet überraschend mit leicht pathetischem Klargesang auf, der nicht übertreibt. Einstweilen tönt die Lead-Gitarre verloren durch den Raum, da rockt der Rest der Band wieder fröhlich mit. Und nach fröhlichem Rocken kommt natürlich wieder eine ordentliche Portion Gehölz.
„Geil, wie die Bassdrum ballert", geht es mir im Titeltrack immer wieder durch den Schädel. Wunderbare Stichsägen schwärzen die Atmosphäre leicht an, während in „From Odium And Disease" nette Sweeps das Ganze aufpeppen. Das würdige Abschluss-Epos vereint schließlich nochmals alle Stärken von schönen Harmonien bis hin zu gnadenlosem Schreddern.

Man könnte meinen, obige Schweden, DISMEMBER oder andere Skandinavier hätten ihre Finger mit im Spiel. OBSCURE INFINITY liefern mit ihrem dritten Album eine trotzdem eigenständige, starke Scheibe ab, zu der Bier trinken und Nackenschwingen dazugehört.
Ohne viele Sperenzchen, mit urigem Sound, der einem derb das Trommelfell poliert, zelebrieren die Jungs Death Metal, dass es eine Freude ist. Melodisch eins auf die Fresse bekommen macht hier richtig Spaß.


8/10 Punkten

Totgehoert

Etwas mehr als zweieinhalb Jahre mussten wir warten, aber nun endlich ist sie da: die dritte Full-Length von OBSCURE INFINITY. Die Westerwälder haben von Anfang an das Death-Metal-Revival in Deutschland mit voran getrieben und bescheren uns nun endlich "Perpetual Descending Into Nothingness".

Die Erwartungen  sind hoch und wurden im Vorfeld von Genrekennern wie Leimy vom Deaf Forever sehr hochgeschraubt, indem es als das beste Machwerk der Band bisher beschrieben wurde. Das baut natürlich eine Menge Druck auf, denn die Vorgänger "Dawn Of Winter" und "Putrefying Illusions" waren ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Dennoch haben bereits die vergangenen Splits der Band mit so starken Singles wie 'Joyless Flesh' oder 'Perdition Destiny' bewiesen, dass diese Gruppe in der Lage ist sich von Release zu steigern und ohne zuviel vorweg nehmen zu wollen: Eine erneute Leistungssteigerung gelingt den Rheinland-Pfälzern auch hier. Schon die ersten beiden Tracks 'Sorcery Of The Black Souls' und 'Expiration Of The Lost', die sich durch ein ausgereiftes Song-Writing, eine überragende Gitarrenarbeit (allein im letztgenannten Titel zeigt Saitenhexer Stefan, was er alles an seinem Instrument zu leisten im Stande ist) und sehr intensive Growls auszeichnen. Schon früh merkt man, dass man es hier mit einem ganz besonderen Album zu tun hat. Denn die Jungs haben sich ganz klar weiterentwickelt und den Songs einen stärkeren Black-Metal-Charakter verliehen. Dennoch hört man stets heraus, dass man hier OBSCURE INFINITY vor sich hat. Seit der ersten Demo wurde konsequent ein eigener Weg verfolgt, der sich zwar immer an Vorbildern aus Schweden, Holland oder Florida orientiert hat, aber vor allem einen sehr eigenwilligen Charakter offenbart. Dass auch Hardrock zu den Einflüssen des Fünfers zählt, beweisen Titel wie 'The Uttermost Descend', dessen Solo schwer an 'Sign Of The Nightsky' (von der Split mit PROFANAL) erinnert. Der aber wohl ungewöhnlichste Track ist 'A Forlon Wanderer', der nicht nur als episch-angeschwärzte Hymne beginnt, sondern auch mit klaren majestätischen (Gast-)Vocals aufwarten kann und sich gegen Ende zu einer Melange aus Blackened Thrash und Old-School-Death entwickelt. Mit ähnlich schmissigen Passagen kann auch 'Into The Undertow' punkten, die in wabernde Riffs eingebettet werden, die typisch für die Band eine sehr bedrohliche Stimmung aufbauen, die erst vom singenden Solo gegen Ende konterkariert wird.

'Descending Into Darkness' ist ein sehr treibender Song, der ein weiteres Mal auch wieder die virtuose Technik der Band offenbart. Das Solo in 'From Odium And Disease' setzt direkt danach noch einen drauf und feuert eine Tonfolge ab, die ein ganzes klassisches Orchester an die Wand spielen könnte. Der Rauswerfer 'Beyond Spheres And Time' war ja bereits vorab im Internet veröffentlicht worden und fasst noch mal das komplette Spektrum des Albums in knapp siebeneinhalb Minuten zusammen und lässt den Hörer mit heruntergeklappter Kinnlade zurück.

"Perpetual Descending Into Nothingness" ist tatsächlich der bisherige Höhepunkt der Karriere dieser Band und präsentiert OBSCURE INFINITY als eine gereifte Gruppe mit einem perfekten Gespür für starke Melodien, dunkle Arrangements und unsterbliche Soli, wie man sie in der Metal-Szene kaum noch geboten bekommt. Trotz Erhöhung des schwarzmetallischen Anteils hat das Quintett seinen eigenen (Death-Metal)-Stil weiter geschärft und präsentiert sich 2015 als die anspruchsvollste Death-Metal-Kapelle Deutschlands. Denn frickeln können viele, aber hochwertige Riffs und Soli zu spielen, die mitreißen, das schafft nicht jeder. Eigentlich gelingt das, soweit ich weiß, aktuell nur OBSCURE INFINITY. Deswegen greifen wir hier auch ohne zu zögern zur Höchstnote. Dieses Album ist ein Meilenstein der aktuellen Death-Metal-Welle.
Wer immer noch nicht überzeugt ist kann bis zum Release am 16.01.2015 (via FDA Rekotz) auf der Seite vom Deaf Forever in "Perpetual Descending Into Nothingness" reinhören, was tunlichst empfohlen wird.

10 von 10 Punkten

[Adrian]

metal.de

"Perpetual Descending Into Nothingness", das dritte Epos der Westerwälder OBSCURE INFINITY, ist eine von genau diesen. Eine von diesen Platten, bei denen du schon nach zwei Takten weißt: Hier brennt nichts an. Obwohl natürlich das Höllenfeuer nah ist. Während das geile Retro-Melo-Intro dich noch in seinen Bann zieht, musterst du das Cover und eine innere Stimme zischt dir jovial in die sofort routiniert geschwärzte Seele: Join the Testimony Of The Ancient Everflowing Stream! Jump into Your Clandestine Seagrave!

Du drehst mit zitternden Fingern das Booklet um, erfreust dich an den perfekten Songtiteln aus dem Setzkasten der tonalen Todeskunst - und schon bricht der Opener mit einem Killerriff, einem "Uhg"und einem "Yearrggh" über dich herein. Du bist elektrisiert und bestätigt: Dein Instinkt hatte dich nicht getrogen, deine Seele bereits auf den Pfad zur Linken zu schicken: "Sorcery Of The Black Souls" macht sofort und kompromisslos klar: Hier bist du zu Hause. Hier in der uralten Dämonen-Kathedrale am Rande der schwedischen Schnee-Wüste. Und hier bleibst du für die nächste Dreiviertelstunde. "Perpetual Descending Into Nothingness" lässt das Kopfkino weiterlaufen; lediglich ein paar faulige Schwaden ziehen durch die erhabene Dunkelheit, mit besten Grüßen diverser unter der Sonne Floridas verroteter Kadaver.

OBSCURE INFINITY zelebrieren pechschwarzen, im besten Sinne erwachsenen Death Metal mit DISSECTION in der Leadgitarre, klassischem Schweden-DM im Riff, einer Atmosphäre, die zum Teil den frühen PESTILENCE nicht unähnlich, dann wieder schwarzmetallisch angehaucht ist, und einem ordentlichen Batzen Morrisound-Aggression. Garniert wird das alles mit kleineren Bonmots - "Expiration Of The Lost" jubelt dir zum Beispiel nach einer Minute ein runtergezogenes KREATOR-Riff im "Renewal"-Style unter, "A Forlorn Wanderer" lässt mit phasenweise epischem Klargesang aufhorchen und "From Odium And Disease" hat zwischendurch ein grooviges S.O.D.-Riff im DM-Pelz anzubieten.

Und so ist "Perpetual Descending Into Nothingness" so etwas wie ein anspruchsvoll und elegant komponiertes Mosaik der bösen Kunst im allgemeinen und des Todesmetall im Speziellen, bei dem jedem Detail anzumerken ist, dass es genau so und nicht anders geplant war. Und dass es hier von Melodien nur so wimmelt, rückt das Werk keinen Millimeter in Richtung all dessen, was heute so als Melo-Death verkauft, diesem Label aber zu keiner Sekunde gerecht wird.

Ich erinnere mich, dass der Metal Hammer vor hundert Jahren zum Erscheinen von MORGOTHs Magnum Opus "Cursed" sinngemäß feststellte, wenn jemand Außenstehendem des Thema DM erklärt werden solle, dann ginge das repräsentativ und formidabel mit dieser Scheibe. Für den Moment jedenfalls spreche ich dies "Perpetual Descending Into Nothingness" auch zu. Und wenn du dann auch noch das geile Seagrave-Cover von Juanjo Castellano großformatig ums schwarze Gold gefaltet mitlieferst, dann ist eben auch die Optik des DM gleich mal verdeutlicht.

Ziemlich cool. Und mit eigener Note in bester Gesellschaft bei all den anderen tollen neuen DM-Kapellen hierzulande.


8/10 Punkten

Metal Only


Obscure Infinity ist ein super Songtitel vom Erstlingswerk ''Into The Grave'' der großartigen Schweden Deather Grave. Dies  dachte sich anscheinend auch die mir hier vorliegende Band aus Rheinland Pfalz und machte den Titel zu ihrem Bandnamen. Mittlerweile steht ihre dritte Full-Lenght CD, mit dem Titel "Perpetual Descending Into Nothingness", in den Startlöchern. An Grave erinnert bei Obscure Infinity am ehesten das markante und zugleich morbid wirkende Growlen von Sänger Jules. Aber der Reihe nach.
Nach dem kurzen Intro ''Entering The Hall Of Eternity'', welches schön melodisch mit mehreren Gitarrenspuren dargeboten wird und dabei gekonnt eine gewisse Dramatik und Endzeit-Atmosphäre vermittelt, hätte auch ein knackiges Power Metal Riff folgen können, was aber mit dem folgenden Song ''Sorcery Of The Black Souls'' jede Spekulation in diese Richtung ausschließt.
Präzise Blastbeats wechseln sich mit treibenden Rhythmen und Doublebass Salven ab. Die Songs weisen abwechslungseiche und stets nachvollziehbare Strukturen auf. Immer wieder sorgfältig eingebrachte Doom-lastige Parts mit viel Atmosphäre, melodische Gitarren und zugleich rasendes Riffing, sowie bedacht platzierte Soli, die ebenfalls einen klasse Aufbau und das spielerische Können der beiden Guitareros aufzeigen, sind eine weiteres Trademark des Albums.
Der Gesang ist ausdrucksstark, wirkt an keiner Stelle gezwungen und bekommt in jedem Song genug Platz um sich
auszutoben.
Ein authentisch klingendes Schlagwerk, die Gitarren fein sägend, dabei stets mit viel Heavyness und der nötigen Härte in ihrem Sound vereint, ergeben unterm Stricheine sehr organisch klingendes Gesamtbild. Hier wurde mit Leidenschaft und Liebe zum Detail gearbeitet. Selbst beim Folk Metal artigem Zwischenteil von ''A Forlorn Wanderer'' breaken sich die Akteure (glücklicherweise) ohne großen Firlefanz wieder geradewegs in den anschließenden deathigen Songabschnitt. Exkursion gelungen, ohne bereits Erschafftes zu zerstören. Alles richtig gemacht Jungs!
Fazit: Wer ein gut dargebotenes Old School Death Metal Album mit leichten Black Metal Zügen á la Absu, Antares Predator oder meinetwegen auch noch etwas Enthroned erlebenmöchte, sollte sich ''Perpetual Descending Into Nothingness'' ganz oben auf den Einkaufszettel schreiben.

Punkte: 9/10

Anspieltipps: Expiration Of The Lost, The Uttermost Descend, Descending Into Nothingness

mega-metal

Perpetual Descending Into Nothingness

VÖ: 16. Januar 2015
FDA Rekotz

Schon beim Intro des neuen Obscure Infinity-Longplayers geht das Herz auf - als hätten "The Somberlain" (Dissection) und "Blackened" (Metallica) kleine Babys gemacht. Danach aber bitte in Deckung gehen, denn das Quintett feuert aus allen Rohren. Hohes Tempo und wirklich präzise Blasts (Gates Of Ishtar anyone?!) sind hier allseits willkommen, wobei sich die Saitenfraktion gerne der melodischen und auch schwarzen Seite Schwedens hingibt. Der Blick auf das schön in blau gehaltene Cover spricht für sich und untermauert ein wirklich rundum starkes Album, ohne nennenswerte Qualitätsabfälle. Anspieltipps zu nennen, ist Zeitverschwendung. Der Melo-Deather jubelt beim Rausschmeißer "Beyond Sphere And Time", Thrasher freuen sich über "The Uttermost Descend" und ganz Gewiefte erkennen sofort, in welchem Dissection-Song ein ebenso geiler Knüppel-Part vorkommt, wie hier in "Expiration Of The Lost". Ich hingegen entdecke hier und da noch ein paar Reminiszenzen an alte Florida-Tage, Death oder Pestilence (zu "Testimony Of The Ancients") und finde besonders die ausgefeilten Soli erwähnenswert.
Um die einheimische Szene mache ich mir angesichts solcher Alben wie "Perpetual Descending Into Nothingness" auf jeden Fall keine Sorgen. (sw)

8,5/10

metalunderground.at

Schwarz angehauchter Death Metal Made in Germany wird immer populärer. Auch jene Bands, welche den alten Sound dieser Mischung aufgreifen. Ein weiter, welche einfach auf Teufel komm raus das Genre bereichern, sind die Jungs von Obscure Infinity. Die 2007 gegründete Truppe legt mit „Perpetual Descending into Nothingness” ihre dritte Langrille vor. Eine unbändige Kraft verbirgt sich hinter diesem Death Kommando aus dem Westerland. Diese Westerländer sind aber auch eine Riege, welche es versteht ordentlich den Dampfhammer zu schwingen, aber das Ganze mit gelungenen Melodien, als auch hauchzarten Hintergrundsoundarrangements abzuschmecken. Die Technik und die Herangehensweise zum neuen Album wird ihnen recht geben, denn das Gehörte macht einfach Lauen und weiß über alle Maße zu beeindrucken. Eine Vielzahl von Riffbrettern zeigt dem geneigten Death Fan wo der Nagel eingeschlagen wird und die Abrundungen lassen das Konzept gut aufgehen und dies ist eben ein Garant, das man hier was richtig großartiges geschaffen hat. Mal poliert man uns straighter die Fresse und schon hechtet der Trupp nach hinten und schafft Arrangements zu Tage, welche den Sound des etwas Old School orientierten Death deutlich durchdachter klingen lassen. Die Speerspitze kann man hier amtlich schärften und die Formation hat mit diesem dritten Paukenschlag ein superbes Werk geschaffen, dass aber nicht nur aufgrund den Old School interessieren dürfte. Nein auch Fans jüngeren Datums könnten hier wirklich was für sich entdecken. Das persönliche, besondere Highlight für meine Wenigkeit sind die steten Wechsel zwischen traditionellem Death Sound, schwarz eingetunkten Partitionen und den herrlichen Melodieduellen. Das steigert einen schier in einen Hörrausch und die Vibes der Formation dringen bis in die tiefste Gegend des Körpers vor. Wenn sie diesen Death Metal Juckreiz weiterhin so beibehalten können, sehe ich die Jungs alsbald an der Spitze des Death Metal Made in Germany.

Fazit: Wirklich tolles Werk das man hier geschaffen hat. Die Formation weiß und versteht es die Einflüsse und Trademarks so zu verschachteln, sodass man vor Qualität und Innovation nur so sprüht.

Tracklist:

01. Intro – Entering the Hall of Eternity 01:31
02. Sorcery of the Black Souls 04:59
03. Expiration of the Lost 04:41
04. The Uttermost Descend 04:28
05. A Forlorn Wanderer 05:17
06. Into the Undertow 03:17
07. Descending into Nothingness 05:53
08. From Odium and Disease 04:07
09. Beyond Spheres and Time 07:44


4,5 / 5 Punkten

XXL-Rock

Einen kleinen Vorgeschmack auf das neue Album haben uns die Kollegen aus dem Westerwald ja bereits auf der Split mit Wound geliefert. Der dort präsentierte Song "Perdition Destiny" wusste durchaus zu gefallen und dementsprechend gespannt war ich auf das komplette Album!

Etwas irritiert war ich zunächst durch das Intro "Entering the Hall of Eternity", das auch ohne Probleme ein Melodic oder Power Metal Album einleiten könnte. Doch dann geht es mit dem zweiten Song "Sorcery of the Black Souls" in die Vollen! Ihr technisch angehauchter, deutlich skandinavisch orientierter Death Metal wird gekonnt mit Melodien und einer packenden Atmosphäre verbunden. Hört Euch einen Hammer-Song wie "Firlorn Wanderer" an und Ihr wisst, was ich meine! Auch einen leichten "Old School-Touch" kann man immer wieder heraushören - sehr schön! Der Sound ist übrigens erste Sahne, was nicht wirklich verwundert, wenn man weiß, dass Kollege Patrick W. Engel dafür verantwortlich ist.

Insgesamt ein verdammt starkes Death Metal Album. Technisch, mit ausgefeilten Melodien und Arrangements, die aber niemals auf Kosten der Brutalität gehen, was ja immer noch das Wichtigste beim Death Metal ist! Neben dem neuen Album ihrer Labelkollegen von Chapel of Disease ein weiteres hochwertiges Stück Todesmetall!

Christian Hemmer

monkeycastle.de

OBSCURE INFINITY - Perpetual Descending Into Nothingness


Es ist wirklich erstaunlich, welche Bands, von denen man vorher nur bedingt gehört hat, plötzlich ins Rampenlicht vorstoßen. Im Falle von deutschen Death Metal Bands sicherlich auch ein Verdienst der momentan wohl relevantesten Todesblei Firma FDA Rekotz, welche Bands wie den hier vorliegenden Obscure Infinty die ideale Fläche bieten, ihre tödlichen Inspirationen musikalisch zu verbreiten.

Obscure Infinty aus dem Westerwald legen mit dem bereits dritten Vollzeitalbum, „Perpetual Descending Into Nothingness“, die Meßlatte verdammt hoch und stehen den vor kurzem veröffentlichten Werken von Chapel of Disease oder Arroganz in nichts nach.  

Bereits das 1 ½ minütige, epische Intro „Entering the Hall of Eternity“ lässt durchscheinen, daß man es hier mit einer technisch anspruchsvollen Kapelle zu tun hat. Es folgt mit „Sorcery of the Black Souls“ ein Blastpart-Brett erster Güte. Die Band besinnt sich auf die glorreiche 90er Jahre Anfangszeit, als Bands wie Grave, Asphyx oder auch Unleashed die hiesige Szene aufmischten. Die Growls von Jules kommen aus tiefsten Untiefen und die Gitarristen Stefan und Sascha lassen die Saiten kompetent und teilweise hochmelodisch (jawoll !) kreisen. Somit haben wir es mit einer technisch versierten Death-Metal Abfahrt mit melodischen Zwischenparts zu tun, welche durch Patrick W. Engel soundtechnisch adäquat umgesetzt wurde und wuchtig durch die Zimmerdecke rast.

Daß man aber auch richtig fies losbrettern kann, zeigt das folgende „Expiration of the Lost“. Teilweise wird ein Breakdown eingebaut, um die Geschwindigkeit zu verschleppen, dann wieder drauflosgescheppert, daß es eine wahre Freude ist. Auch leicht angeschwärzte Parts sind ab und an zu vernehmen. Trotz aller Härte ein abwechslungsreicher Ohrenschmaus. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch „The Uttermost Descend“.

An Höhepunkten ist das Album nicht arm, herausstechen aber vor allem „A Forlorn Wanderer“, welches knüppelhart beginnt, und dann urplötzlich die Bremse reinhaut, um mit Akkustik-Klampfe, Clean-Kirchengesang und Prediger-Spoken Words zu überraschen, und das abschließende, fast 8 Minuten lange „Beyond Spheres and Time“. Hier werden alle technischen Vorzüge von Obscure Infinity nochmals zusammengefasst und urplötzlich harsches Geballer abrupt beendet , kurz die Akkustische ausgepackt ,nur um danach noch derber zu Werke zu gehen. Das melodische Gitarrensolo ist dann einfach nur noch göttlich. Und das beinahe epische Ende liefert den perfekten Abschluß zu einem herausragenden Death Album.

Obscure Infinity beherrschen es perfekt, tödliches Geballer der Schwedenschule mit melodischen Elementen zu verbinden. Daraus resultiert ein abwechslungsreichsreiches, einladendes Album, welches keinerlei Konkurrenz zu scheuen braucht. Im Gegenteil, die Konkurrenz sollte sich auf der Überholspur mal umsehen, ob da nicht gewaltig jemand an ihnen vorbeirauscht.  

Schwedentod aus deutschen Landen. Klingt obskur ? Ist es aber nicht...


9 / 10 Punkte

Schwarzes Bayern

Euch bluten noch die Ohren von den ganzen besinnlichen Weihnachtsliedern? Ihr braucht mal wieder was, um euch ordentlich die Rübe abzuschrauben? Oldschool soll es klingen, aber trotzdem nicht das sein, was man seit zwanzig Jahren hört? Der gute alte Schweden Death ist euch nicht fremd? Dann gebt Obscure Infinity aus Deutschland eine Chance, die mit Perpetual Descending into Nothingness ein bärenstarkes drittes Full-Length-Album am Start haben.

Los geht’s mit einem fast schon Blind-Guardian-artigen erhabenen Intro („Into entering the Hall of Eternity“), um einem gleich darauf mit „Sorcery of the black Souls“ mächtig in die Fresse zu hauen. Mit „Expiration of the Lost“ legen Obscure Infinity gleich noch einen drauf – ein herrlicher Nackenbrecher mit tödlichem Groove und schön atmosphärischem Mittelteil. „The uttermost Descend“ schlägt in dieselbe Kerbe, Nackentraining Deluxe.
In „A forlorn Wanderer“ lassen dagegen einige Passagen mit cleanen Vocals aufhorchen, bevor es mit „Into the Undertow“ wieder brachial wird. „Descending into Nothingness“ sowie „From Odium and Disease“ können das hohe Niveau der bisherigen Tracks halten; mit „Beyond Spheres and Time“ wird es zum Abschluss ein wenig melodischer und eingängiger, was den Kreis zum Intro sehr gut schließt.

Fazit: eine astreine Death-Metal-Scheibe. Wer die Band noch nicht kennt, muss hier zugreifen. Wer sie kennt, hat wahrscheinlich sowieso schon alle Veröffentlichungen im heimischen Musikregal. Besonderes Augenmerk soll auch auf das wunderschöne Cover von Juanjo Castellano (Harm, Revel in Flesh, Blaspherian u.a.) gelegt werden.


5 / 5 Punkte


Anspieltipp: “Expiration of the Lost”

Obscure Infinity: Perpetual Descending into Nothingness
Label: FDA Rekotz / Vertrieb: Soulfood, 16.01.2015
CD: € 18,98 amazon / LP: € 22,19 amazon
Tracklist:
1. Into Entering the Hall of Eternity
2. Sorcery of the black Souls
3. Expiration of the Lost
4. The uttermost Descend
5. A forlorn Wanderer
6. Into the Undertow
7. Descending into Nothingness
8. From Odium and Disease
9. Beyond Spheres and Time

undergrounded.de

OBSCURE INFINITY - Perpetual Descending Into Nothingness


OBSCURE INFINITY - Perpetual Descending Into Nothingness

Das neue Jahr beginnt gigantisch. Aus dem riesengroßen Fundus an jungen, DEUTSCHEN Death Metal Kombos ragen die Westerländer OBSCURE INFINITY mit ihrem neuesten Schlag heraus.

Das neue Album der Westerländer bringt Melodie, Rohheit, Härte, Erhabenheit, schwarzmetallische Attitüde, Epik und Chaos in einen modernen Todesmetallischen Einklang. Es wird tief gegrowlt, erhaben die Klarstimme benutzt und wieder gebrüllt. Zu keinem Zeitpunkt wirkt hier etwas aufgesetzt. Sämtliche der komplexen Puzzleteile fügen sich ganz natürlich und fliessend in die jeweiligen Lieder ein. Innerhalb nur eines einzigen Songs werden hier wie selbstverständlich viele Themen und Stilwechsel in einander verwoben, wo andere Bands ein oder gar zwei komplette Alben mit füllen müssten. Paradebeispiele sind hierbei bereits der Opener ,Sorcery Of The Black Soul' oder das treibend beginnende, im Mittelteil episch erhabene, inklusive Choralem Einschub und zum Schluß knüppelnde ,A Forlorn Wanderer'


Absoluter Höhepunkt des Albums ist ,Beyond Spheres And Time'. Mit 7:44 Minuten der zwar längste Song, der jedoch zur Bandhymne aufsteigen kann. So mitreißend kann anspruchsvoller Death Metal sein. Wenn direkt im Anschluß eines verwegenen Knüppelparts, ganz natürlich eine Akustikgitarre den ruhigen Mittelteil einfliessen lässt, kommt Gänsehaut auf. Diese hält sich nicht lange, denn eh man sich versieht, wird wieder geballert. Der den Song abschliessende epische, zugleich dezente Chorgesang rundet dieses kleine Meisterwerk ab und lässt das Stück und auch die CD perfekt, unter Zuhilfenahme des Gitarrenmotivs aus dem Intro, ausklingen. Das will man nochmal hören und das Betätigen der Repeatfunktion läßt sich kaum verhindern. Mit ihrem Drittwerk ist OBSCURE INFINITY definitiv ein Meilenstein geglückt. Wer es, trotz aller Rohheit und schwarzmetallischen Einsprengseln mitreißend und etwas melodisch mag, der kommt an diesen Silberling nicht vorbei.


Tracklist:

  1. Intro-Entering The Hall Of Eternety

  2. Sorcery Of The Black Souls

  3. Expiration Of The Lost

  4. The Uttermost Descend

  5. A Forlorn Wanderer

  6. Into The Undertow

  7. Descending Into Nothingness

  8. From Odium And Disease

  9. Beyond Spheres And Time


Bewertung:

10 von 10 Punkten


Weitere Informationen

  • Band: Obscure Infinity
  • Album Titel: Perpetual Descending Into Nothingness
  • Erscheinungsdatum: 16.01.2015
  • Fazit: Der erste Paukenschlag für 2015 im Death Metal gelingt der Westerländer Truppe scheinbar mit Links !! Die Höchstwertung ist gerechtfertigt. Hier paßt alles zusammen. Produktion, Cover-Artwork, Booklet, Umfang UND vor allem die Musik legt die Messlatte dieses Jahr schon im Januar verdammt hoch !

Metal-Temple.com

Obscure Infinity- Perpetual Descending into Nothingness

Obscure Infinity
Perpetual Descending into Nothingness
by Danny Sanderson at 31 December 2014, 12:04 PM

Death Metal and Germany aren't exactly the most obvious of bedfellows. With the exception of bands like DEBAUCHERY, most people would be more likely to think of over the top Power Metal rather than the blood, gore and violence of Death Metal. There is, nonetheless, a strong Death Metal scene within Germany, with bands such as MORGOTH and FLESHCRAWL pre-dating even bands such as CANNIBAL CORPSE. OBSCURE INFINITY continues this tradition, playing a very fast and melodic form of Death Metal.

The short introductory track which kicks this album off, "Entering the Hall of Eternity," is a very melodic, twin guitar style piece, and sounds awesome. Then comes the first track on the album, "Sorcery of the Black Souls." This song is, again, very melodic, but has a slight Black Metal edge to it that sounds great. It's ferocious, and moves unrelentingly forward. The third song, "Expiration of the Lost" is another really fast, very ferocious piece of modern sounding Death Metal. The vast majority of the songs on this record stick to this formula and don't necessarily deviate too far from it, "The Uttermost Descend," "Into the Undertow," and "Descending into Nothingness" being great examples of this. However, their sound is very good, as is the musicianship, so having a few songs that sound similar to each other is quite forgivable in this case. When they do move away from their normal sound, they do manage to create some great songs. "A Forlorn Wanderer" is a great example of this. It has powerful drumming to it, and a slight air of Black Metal to it, especially with the chanted vocals, which work very well on this song. Likewise, the final song on this album, "Beyond Spheres and Time" is very good. At first it looks like it's going to be a standard fast Death Metal tune, but it eventually gives way to a really cool section in the middle with clean, almost acoustic guitars, which immediately lead into a brilliant guitar solo once it's done. Not many bands can switch smoothly between distorted and clean guitars, and more importantly, make it work and compliment the whole song.

This is far from the most original album that has been put out, but it is nonetheless a decent album. The more straight forward tracks are great, and the areas in which the band attempt to experiment with their sound are fantastic as well. If you have a Death Metal itch, then this might just be the album with which to scratch it with.

4 Star Rating

Tracklist:
1. Intro- Entering the Hall of Eternity
2. Sorcery of the Black Souls
3. Expiration of the Lost
4. The Uttermost Descend
5. A Forlorn Wanderer
6. Into the Undertow
7. Descending into Nothingness
8. From Odium to Disease
9. Beyond Spheres and Time
Lineup:
Pascal- Bass
Stefan- Guitars
Jules- Vocals
Thomas- Drums
Sascha- Guitars
Record Label: F.D.A Rekotz
     



Wonderbox Metal

Obscure Infinity – Perpetual Descending Into Nothingness (Review)

Posted: December 29, 2014 in Death Metal
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Obscure InfinityObscure Infinity are from Germany and play Old-School Death Metal. This is their third album.

I was excited to hear this after the excellent but oh-so-small taster that was their split with Funeral Whore.

After an epic-sounding intro we’re into the thick of the action with Obscure Infinity’s blend of Swedish-style Death Metal, atmospheric leads, and Death/Iron Maiden-guitar influences.

The band have tight control over their songwriting with all of the hallmarks of a band who are able to craft classic songs.

Whether sped up or slowed down, the band pace themselves well and the dynamic guitarwork is impressive. This is a band who are confident enough to simplify things when necessary but also talented enough to throw in some technicality on occasion.

The leads and solos are all blinders and the riffs in general are hugely impressive. The guitars make the songs and give them a vitality that’s rare in Old-School Death Metal. There are plenty of atmospheric moments and even the odd feeling of Old-School Black Metal in places; it’s not a huge influence but it’s noticeable.

The bass and drums underpin everything, providing a firm base for the songs to launch their attacks from. Blast beats are an important staple of the band but they also excel in the more rhythmic moments.

The vocalist is very accomplished, with a lovely deep growl and occasional screams to keep things interesting. Some unexpected cleans even appear on A Forlorn Wanderer, and it’s a testament to the band that they don’t seem out of place at all. It comes across as a mix of Emperor and Celtic Frost and is a great thing to hear.

The recording is first-rate, with plenty of heaviness. The songs sound alive and ready to crush!

Perpetual Descending Into Nothingness is just as strong an album as I was hoping it would be. Occult-sounding, malevolent Death Metal with plenty of texture and colour; Obscure Infinity are making sure that 2015 is starting off with a bang.

hell-is-open

Review: Obscure Infinity – Perpetual Descending into Nothingness

Nach den beiden Vorgängeralben “Dawn of Winter“ (2010) und “Putrefying Illusions“ (2012) legt die Westerwälder Formation Obscure Infinity nun mit “Perpetual Descending into Nothingness” ein neues Album nach.

Was einen direkt anspringt ist der sehr gelungene Sound auf dem neuen Album, transparent, homogen und doch druckvoll klingen die vielschichtigen Songs aus den Speakern. Endlich hat die Band mal ein Soundgewand was zu den tiefgreifenden Songs hervorragend passt, ein großes Lob an Partick W. Engel, der für den Mix und das Mastering verantwortlich war. Die neuen Songs haben es mittlerweile faustdick hinter den Ohren, man vereint sehr gekonnt schwedischen und zum Teil Ami Death Metal mit diversen Black Metal Anteilen und schafft so eine großartige düster klingende Atmosphäre auf dem gesamten Album. Die glänzend eingesetzten Leadgitarren hieven das Album auf ein neues Level, sehr beeindruckend was die beiden Protagonisten Stefan und Sascha sich so locker klingend aus den Ärmeln schütteln. Die gesamte Rhytmusabteilung agiert äußert tight und souverän, die Drums knüppeln präzise, teilweise harsch aber immer sehr variabel und songdienlich. Sänger Jules zeigt sich auf dem neuen Album von seiner besten Seite, neben den gewohnten Growls gibt es auch klagenden Gesang in normaler Stimmlage, welcher absolut stimmig zu den Songpassagen passt, an den ich mich aber Anfangs doch erstmals gewöhnen musste. Vielfältigkeit ist das Credo auf dem neuen Album, hier ist alles optimal abgestimmt vorhanden, Doublebassfeuer und drückende Parts reihen sich nahtlos an atmosphärische und wundervoll tiefschürfende Passagen und ergeben dabei ein rundes und homogenes Gesamtbild ab. Zu dem tollen Songwriting darf man nur gratulieren und wirklich von ganz großem Kino sprechen! Man höre sich nur mal einen Kracher wie “A Forlorn Wanderer“ an und mache sich selbst ein Bild.

Obscure Infintiy haben ihre Stärken gebündelt, die Songs etwas gerafft und aufgeräumt und trumpfen mit herrlichem Songwriting und handwerklichem Können. Man spielt auch 2015 noch old school Death Metal, nur tötet man nicht stumpf und brutal, sondern elegant und filigran, aber egal wie gemeuchelt wird, eins ist zum Schluss gewiss, der Tod !

Fazit: Mit “Perpetual Descending into Nothingness” haben die Westerwälder ein beeindruckendes und durchweg tödliches Album abgeliefert, welches einen wie ein süßes Gift langsam aber sicher auf die andere Seite geleitet. Unbedingt antesten !!

Anspieltipp: A Forlorn Wanderer, Sorcery Of The Black Souls, Beyond Spheres And Time


Wertung: 9,0 / 10

Gesamtlänge: 41:57 min



Tracklist:
01 – Intro – Entering The Hall Of Eternity
02 – Sorcery Of The Black Souls
03 – Expiration Of The Lost
04 – The Uttermost Descend
05 -  A Forlorn Wanderer
06 – Into the Undertow
07 – Descending Into Nothingness
08 – From Odium And Disease
09 – Beyond Spheres And Time


Website der Band: https://www.facebook.com/obscureinfinitygermany

VÖ: 16.01.2015 / CD + LP
Label: FDA Rekotz

Fatal Underground Zine

OBSCURE INFINITY – “ PERPETUAL DESCENDING INTO NOTHINGNESS”


Ein bissel Zeit ( 2012 „Putrefying illusions“ ) haben sich ja die Jungs aus dem Westerwald für ihr mittlerweile drittes Album gelassen .Allerdings war man in der Zwischenzeit aber auch nicht faul gewesen und hat noch drei 7“ Splits ( mit Deathronation ,Humilation und Wound ) nachgelegt .Jetzt war aber nun wirklich die Zeit überreife ,um erneut ein längeres ,fast 45 min . währendes musikalisches Geschoss auf die Menschheit loszulassen . Obwohl man sich nun hier mehr als recht eindeutig dem Old-School-Death Metal verschrieben hat, dessen Wurzeln in den 80‘ziger/ 90‘zigerer liegen , klingt das alles andere als altgebacken .Denn irgendwie wollen oder können sich die Jungs nicht festlegen ,in welchen todeslastigen Gefilden man nun „rumwildert“. Weder beschränkt man sich auf amerikanische noch auf schwedische Death Metal Gebiete . Von allen ist hier was zu erkennen ,wobei man es aber auch nicht ganz versäumt ,so nen eignen kreativen touch mit reinzubauen .Denn schön beim Intro deutet man sehr deutlich an ,das man sich vom großen Teil der Szene dennoch abheben kann und auch will .Denn ,was die Westerwäldler in ihren 9 Tracks anbieten ,ist nicht unbedingt der volle reinrassigen Death Metal ,wie man ich kennt, sondern vielmehr technisch verdammt ausgeklügelt ,teilweise ein klein wenig verspielt ,aber dennoch mit ner ungeheuren Power und Durchschlagskraft .Das man hier fett bolzt und meist verdammt flott vorrangeht ,steht außer Frage .Was aber doch etwas den Unterschied zu sonstigen Vertretern dieser Sparte ausmacht ,ist das teils sehr variable Tempo und vor allem die enorm vielseitige Gitarrenarbeit .Denn gerade dann ,wenn das Tempo gedrosselt wird ,zeigt man ,was man an technischer Raffinesse im Riffbereich so alles drauf hat .Da tauchen echt geile ruhigere Riffs mit sau starken Melodien auf ,die auch mal in kürzere Solieinlagen ausarten ohne das man jedoch den insgesamt verdammt deftigen Charakter des Sound verliert .Ummantelt mit ner leicht düster wirkenden Atmosphäre ,welche sicherlich auch nen ganz leichten Black Metal Ansatz vorweist ,wird hier so einiges an Abwechslung, und das nicht nur im Tempobereich , geboten .Obwohl man stimmlich meistens im leichtem Growlbereich agiert - welcher aber nicht in den absolut tiefsten Abgründen angesiedelt - sind gelegentlich auch mal kurze Ausflüge in etwas höher liegende Gesangsregionen zu vernehmen .Alles in allem bietet Obscure Infinity nen leckeren Ohrenschmaus für jeden Death Metal Fan der alten Schule ,welcher nicht nur wert auf totales Gebolze ,sondern auch auf Technik legt . ( LEO )


Heavy Metal Tribune

Obscure Infinity [Germany]
Perpetual Descending into Nothingness
2015
Full Length
FDA Rekotz
Death Metal

Germany’s Obscure Infinity‘s appreciation of Grave is obvious, with the band being named after one of the Swedish death metal legends’ songs. 3 years since their sophomore full length album, the band is finally ready to release their third full length album, Perpetual Descending into Nothingness.

With the name and the visual imagery presented on the cover artwork, one would almost expect Obscure Infinity to join the legions of old school Swedish inspired bands with Perpetual Descending into Nothingness. Any such expectations are quickly dispelled with Entering the Hall of Eternity, where lead guitars worthy of comparison to Chuck Schuldiner‘s works greet the listener, full of melody yet breeding that slight ominous feeling beneath, not unlike his wizardry on Control Denied.

Things kick up a notch as soon as the instrumental introductory track ends, and Sorcery of the Black Souls hit the listener hard with the relentless blasting of Thomas. The style of Obscure Infinity is quite curious, and is a nice, healthy mix of a variety of landmark acts, although the foundation sticks more closely to the style that Death or Pestilence has created. Often one is reminded of more recent bands like Rude or Vampire with the thrashy edge that Obscure Infinity has in their playing. There is even that ominous, Finnish influence on songs like Expiration of the Lost, sending chills down the listener’s spine.

And of course, the Swedish influences are also undeniable, and apart from the old school death metal of the region, the slower and more occult-sounding moments like on A Forlorn Wanderer even bring in some slight Watain comparisons, especially with their later, heavy metal-oriented releases. It is also this nice balance between the aggressive and the melodic that makes Perpetual Descending into Nothingness such an enchanting album. Guitarists Stefan and Sascha make no attempts at all to hide their love for the neoclassical like on From Odium and Disease, and despite the obvious technicality and complexity in their leads, the melodic aspects ensure things do not get overly clinical.

Perpetual Descending into Nothingness is a thoroughly enjoyable release, and the whole range of influences and elements that have gone into its creation ensures that there is always something new for one to discover with each listen. Certainly a nice early 2015 release to watch out for, even before 2014 comes to a close.

Rating: ★★★★½ 

Favourite picks: Into the UndertowFrom Odium and Disease

Obscure Infinity on the internet:
Official website
Facebook
FDA Rekotz

Voices From The Darkside

OBSCURE INFINITY Perpetual Descending Into Nothingness

(F.D.A. Rekotz)

47:58min


Some weeks ago, German Death Metal force OBSCURE INFINITY released a split 7” with WOUND as a kind of appetizer for their upcoming new album. And now “Perpetual Descending Into Nothingness” is here to hit your stereo, for your listening pleasure. And the pleasure of your neighbors as well, since this is Metal of fuckin' Death, and it's meant to be played loud! What does the third strike of OBSCURE INFINITY has to offer? Finest Death Metal of the old school, mainly rooted in the vein of the old European heroes. But some influences of the US school are either present in the music of this five piece from the famous Westerwald. But “Perpetual Descending Into Nothingness” is very very far from being a copy of some known band. OBSCURE INFINITY is a band that already found a sound of their own in early days. And once they found their way, they just refined their style. The main ingredient of their style is their elaborate songwriting, rather complex structures meet a not too technical way of playing. To round it all down, OBSCURE INFINITY add a heavy dose of melodies to their sound, as well as the one or other Thrash inspired guitar riff. A fine and unique album is the result. As usual, OBSCURE INFINITY opens up their full length with an intro, before 'Sorcery Of The Black Souls' starts off in a furious manner. But that's of course not the end of joy. One great songs follows the other, be it the damn cool 'Expiration Of The Lost', 'The Uttermost Descend' with its great melodies or 'A Forlorn Wanderer' that surprises with an epic middle part. With 'Into The Undertow' we have a skull splintering song, that comes along with a solo break in a classic Metal style. The kind of title track 'Descending Into Nothingness' is one fine example of the songwriting skills OBSCURE INFINITY have achieved, since this one is not only well-structured, but also spiced with Thrash inspired riffs and another classic Metal guitar solo. With 'From Odium And Disease' we have another fast overkill full of breaks and surprising twists and turns - the nearly MALMSTEENesque breaks in the end is very surprising, even for a band that seems to like those classic Metal breaks. But OBSCURE INFINITY have saved their most ambitious song on “Perpetual Descending Into Nothingness” for last. 'Beyond Spheres And Time' is a wild ride full of breaks, with a MAIDENesque part and an acoustic break as well as high speed moments close to Black Metal. This one is such diversified, you don't even recognize that it's nearly eight minutes long. In short, “Perpetual Descending Into Nothingness” is an album that has enough ideas and details to listen to it over and over again, a bonfire of breaks and surprises and definitely one of the most ambitious albums this year. It might even appeal to those who are not too much into Death Metal. So, be sure to check out OBSCURE INFINITY (if you haven't yet) at http://obscureinfinity.jimdo.com or www.facebook.com/obscureinfinitygermany, and visit the label: www.fda-rekotz.com

Thomas Meyer

Totgehört

Angehört: Wound - Obscure Infinity "Souls Of Eternal Damnation"

 

 

 

 

 
Dass sich bei FDA Rekotz so ziemlich die besten Bands der New Wave of German Death Metal herumtreiben, sollte sich ja inzwischen herumgesprochen haben. Dennoch überraschen uns einige Erscheinungen mit ihrer Qualität. "Souls Of Eternal Damnation" ist so eine Platte, die mit WOUND und OBSCURE

INFINITY gleich zwei Perlen der westdeutschen Todeskunst darbieten kann.
Je einen Song präsentieren beide Gruppen und haben dabei keinesfalls versucht irgendwelchen Ausschuss zu verramschen, den sie auf ihren bisherigen Alben nicht unterbringen konnten. Beide Titel sind feinster Old-School Death Metal mit einer Menge kreativer Ansätze, epischer Ausflüge und einnehmender Theatralik. Die Hessen von WOUND machen den Anfang mit 'Kingdom Of Deceit' und tun das, was sie am besten können: die Stockholmer Schwedentod-Schule mit heftigen Anleihen aus Punk und Crust mixen und das Ganze mit den fiesen Schreien von Fronter Schettler garnieren. Mit fast sieben Minuten nehmen sich die Wiesbadener hier ungewöhnlich viel Zeit und nutzen den gewonnen Raum, um ihren Track mit einem doomigen Vibe und einem ausladenden Choral ausklingen zu lassen. Sollte dieser Track die Richtung für das nächste WOUND-Album vorgeben, können wir uns auf einiges gefasst machen.
Bei OBSCURE INFINITY steht uns bekanntermaßen die Veröffentlichung eines dritten Albums bereits in wenigen Monaten ins Haus und ob 'Perdition Destiny' ein stilistischer Vorgeschmack wird, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Was allerdings gesagt werden kann, ist dass die Westerwälder auf dieser Vinyl ihren eigenen Weg konsequent weitergehen und gerade in Sachen Lead-Gitarre mal wieder alle Register ziehen. Besonders im virtuosen Solo zeigt sich erneut die Klasse von Saitenhexer Stefan, der so ziemlich alles an die Wand spielten kann, was im europäischen Underground eine Klampfe halten kann. Lumpen lässt sich aber auch nicht die Gesangsabteilung, die ihr ganzes stimmliches Spektrum von Growls bis Gekreische auspackt. In diesen etwa 280 Sekunden steckt einfach eine Menge drin!

 

 


Für eine Spielzeit von knapp zwölf Minuten wird auf "Souls Of Eternal Damnation" viel geboten und das macht diese Kooperation zu einem der Highlights der zweiten Jahreshälfte. Hier wird nicht abgekupfert oder rumgejammert, dass man das Rad nicht neu erfinden könne, da ja alles im Extreme Metal schon mal da gewesen sei. Bands wie WOUND und OBSCURE INFINITY sind die lebenden Beweise dafür, dass der Old-School Death Metal lebendiger denn je ist und eben noch nicht alles gesagt wurde. Ich kann jedem Extremisten nur wärmsten empfehlen sich diese Scheibe zu zulegen. Passt allerdings auf! Mit gerade einmal 100 roten und 400 schwarzen Schallplatten ist dieser Release streng limitiert und könnte schnell zum Sammlerstück werden.
Wer also noch eine Kunststoffscheibe haben will, kann sich seit dem 09. September an den Mailorder von FDA Rekotz wenden.

[Adrian]

Undergrounded

 

Die Feuer des deutschen Underground lodern weiter und bringen immer wieder hervorragende Veröffentlichungen zum Vorschein, die gerne von FDA Rekotz unter das hungrige Volk gebracht werden. Auf dem Teller rotiert die aktuelle Split-EP zweier sehr talentierter Kapellen, die definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient haben

 

Was nicht heißen soll, dass WOUND und OBSCURE INFINITY keinen guten Ruf genießen, gerade letztere haben bisher zwei starke Alben veröffentlicht und sich durch unzählige Auftritte bereits einen Namen erspielt. WOUND berufen sich bisher auf ein (völlig zurecht) abgefeiertes Demo und ein durchweg positiv angenommenes Album, das 2013 ordentlich Einschlug. Da die beiden Bands auch privat befreundet sind war es im Prinzip nur eine Frage der Zeit bis zu einer Split-EP. Wie bereits erwähnt kam die 7“ vor einigen Wochen bei FDA Rekotz raus, in 100x rot und 400x schwarz. Das Layout und Artwork stammen wieder einmal aus der Hand von R. Hirschkonditor und ist in einem schlichten braun gehalten.

 

WOUND steigen mit Bolt-Throweresquem Intro ein und entwickeln „Kingdom of Deceit“ zu einem trockenen und sprödem Dampfhammer mit ambivalentem Drumming und sägenden Riffs. Im Gegensatz zum vorherigen Material wird der Crust Ansatz etwas zurückgedreht, was nicht weiter schlimm ist, denn trotz einem „anderen“ Songwriting erkennt man jederzeit den typischen Sound der Band wieder. Zusätzlich ist das wütende Gekeife von Sänger Schettler unverkennbar und thront mit schönem Hall über der Musik.

 

OBSCURE INFINITY beweisen wiederholt eine Weiterentwicklung. Die beiden Alben „Dawn of Winter“ und „Putrefying Illusions“ bewiesen allemal, dass keine Amateure am Werk waren. Lead-Gitarrist und Kopf der Band Stefan hat unglaubliches Talent seine Vision von OBSCURE INFINITY auf sechs Saiten zu interpretieren, was sich abermals auf der EP zeigt. Morbide Melodien, schnelles sägendes Riffing und die abwechslungsreichen Vocals von Sänger Jules fügen sich in ein durchdachtes Gesamtpaket zusammen, welches von einem stampfenden und energievollen Drumming abgerundet wird. „Souls of Eternal Damnation“ zeugt abermals von großem Talent und Spielfreude junger hunriger Bands aus deutschen Proberäumen und ist uneingeschränkt empfehlenswert!

 

Tracklist

1. Wound - Kingdom of Deceit

2. Obscure Infinity - Perdition Destiny

 

Bewertung

8 von 10 Punkten

  • Band: Wound, Obscure Infinity
  • Album Titel: Souls of Eternal Damnation
  • Erscheinungsdatum: 09.09.2014
  • Fazit: Die Split macht Spaß, hat Dampf und bleibt vor allem im Gedächtnis. Sollten beide Bands mit ihren neuen Alben eine logische Fortsetzung der EP abliefern sind schon einmal zwei Highlights für 2015 gesichert.

 

NecroSlaughter

Exklusiver Stream: Wound / Obscure Infinity – Souls Of Eternal Damnation

  Bandcamp  Reviews  Specials
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Wound-Obscure-Infinity-Feature
Wound_Obscure_Infinity_splitEP_coverartOh, wie habe ich mich auf diese Split gefreut! WOUND, die bereits mit ihrem Demo und ihrem Debüt hier deutlich eingeschlagen sind und seither ziemlich häufig laufen, zusammen mit OBSCURE INFINITY, meiner Meinung nach eine der besten deutschen Death Metal Bands. Vereint auf einer 7″ EP, die über FDA Rekotz rauskommt. Da kann doch eigentlich gar nichts mehr schief gehen, oder? Dazu das passende Artwork von Rebecca Hirschkonditor, die bereits das Cover von “Inhale The Void” gemacht hat, und für “Souls Of Eternal Damnation” noch mal archaischer und roher agiert. Ein wenig erinnert mich der Stil an die EPs von Bloody Sign, nun Chaos Echos

Auftakt machen WOUND, die mit “Kingdom” einen brandneuen Song präsentieren. Verpackt in einen ziemlich rohen, leicht übersteuerten Sound. Die Wiesbadener machen vermehrt alles selber und entfernen sich damit etwas von Klang und Attitüde des Debüts; “Kingdom” klingt sehr räudig. Nach etwas Intro-Sounds geht es groovy los. Fast wie auf “Inhale The Void“, nur eben dreckiger. Dazu feine Wechsel im Beat und Gesang. Der Song geht sehr gut ins Ohr, überrascht mit Blastbeats, Walgesang-Solo und locker aus der Hüfte geschossenem Doom. Dazu Chor-Gesänge zum Outro und WOUND geben einen schönen Ausblick, wie das nächste Album klingen könnte: Dreckiger aber immer noch so groovy wie das Debüt. Rock’n Roll!

OBSCURE INFINITY sind da etwas filigraner. “Perdition Destiny” ist gleichermaßen ein neuer Track und ein Vorgeschmack auf das kommende Album. Die Band entwickelt sich ständig weiter und behält dennoch ihre Trademarks. Böse und absolut phantastische Leadgitarren treffen auf absolut griffiges Riffing, in der Eröffnung Morbid Angel nicht unähnlich. Dazu ein mächtiger Wechselgesang, mal kohlenkellertief, mal wütend heiser. Fett im Refrain, im Wechsel mit den unterschiedlichen Beats einfach nur mächtig. Das Hauptthema der Gitarren wird im Tempo schön variiert und gipfelt in einem grandiosen Solo.
Größte Überraschung ist aber der Vocoder-Gesang, der ergänzend zu den Growls dazu kommt und stark an Obscura und Cynic erinnert – ohne aber dabei den finnischen Vibe von OBSCURE INFINITY zu verlieren. Bämm! “Perdition Destiny” ist ein absoluter Hammer und alleine den Kauf von “Souls Of Damnation” wert! Wenn das kommende Album “Perpetual Descending Into Nothingness” nur annähernd so gut wird, erwartet uns ein unglaublich dickes Geschoss, das die Konkurrenz weit hinter sich lassen wird!

Es sind zwar gerade mal zwei Songs mit einer Gesamtspieldauer von gut 11 einhalb Minuten. Aber jede Sekunde von “Souls Of Eternal Damnation” macht verdammt Spaß! Der Death Metal Maniac muss hier einfach zuschlagen! Eine limitierte, rote Vinyl (100 Kopien) gibt es beim Label für 7,77 Euro. Die schwarze EP gibt es 400 Mal. Für €6,90 bei FDA Rekotz oder glatte €6 im Shop von WOUND. Beide Versionen kommen in einem schön schweren Cardsleeve mit Beilegezettel. Nicht länger warten, sondern direkt bestellen, bevor es mal wieder zu spät ist! Ansonsten bleibt noch der Griff zur digitalen Variante, als Download über die gängigen Plattformen iTunes, Amazon, etc. Bis zum 20.10.2014 gibt es die EP aber auch hier zum kostenlosen Anhören!

 

http://necroslaughter.de/2014/10/exklusiver-stream-%EF%BB%BFwound-obscureinfinity-souls-of-eternal-damnation/

Powermetal.de

Kill-Town Death Fest Review:

 

Den Opener am dritten Tag geben die deutschen Todesmetaller OBSCURE INFINITY, die bereits im Vorfeld angekündigt hatten, dass dieser Gig ihr vorerst letzter Auftritt sein wird. Ein Grund mehr sich die Westerwälder anzuschauen und viele Zuschauer bevölkern bereits zu Beginn der Darbietung den Konzertsaal. Sichtlich gut gelaunt beginnt die teutonische Truppe und wie immer huscht der agile Fronter mit dem Bart aufgedreht über die Bühne. Aber auch die übrigen Mitglieder bangen und zeigen deutlich wie gut sie heute aufgelegt sind. Das Songmaterial der Setlist wurde diesmal um ein paar neue Songs wie 'Joyless Flesh' oder dem Single-Beitrag von der anstehenden Split mit WOUND ('Perdition Destiny') ergänzt. Nichtsdestotrotz sind auch ältere Songs wie 'The Morbid Ways Of God' oder 'Sacrifical Ritual' immer wieder ein guter Grund, um die Birne kreisen zu lassen. Mein persönliches Highlight ist aber wie so oft das wunderschöne 'Sign Of The Nightsky' von der gemeinsamen Split-EP mit PROFANAL. Dieser Titel ist ein Höhepunkt, vor allem weil Gitarrist Stefan hier eines der besten Soli abfeuert, das der Death Metal insgesamt zu bieten hat. Dieser Part reißt Sänger Jules sogar dazu hin, sich in den Publikumsraum zu begeben und selbst mit den Zuschauern steil zu gehen. Leider findet der Gig wie immer mit 'Maniac Destroyer' ein viel zu frühes Ende und macht den einen oder anderen etwas wehmütig in Anbetracht der Tatsache, dass man die Rheinland-Pfälzer so schnell nicht mehr live erleben wird. Das macht diesen Gig allerdings umso denkwürdiger

Stormbringer.at

Humiliation/Obscure Infinity - Deadly Collision / Joyless Flesh Split 7“ (Split Single)

Redaktionswertung: ohne Bewertung
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 25. Oktober 2013
Genre: Death Metal
Label: Brutal Arts Records
Info: Humiliation Webpage
Humiliation bei Facebook
OBSCURE INFINITY Homepage
Obscure Infinity bei Myspace
Obscure Infinity bei Facebook
Laufzeit: 12:48
Kaufen: StormbringerShop | Amazon | ebay
Tracklist:
HUMILIATION
By One Code
With Helm With Hate

OBSCURE INFINITY
Joyless Flesh
Morbid Ways Of God (Live Party San 2012)

Line Up
HUMILIATION:
Afe - Bass
Mudon - Drums
Asraf - Guitars
Matt - Guitars
Bear-Bee - Vocals

OBSCURE INFINITY :
Jules - Vocals
Stefan - Guitar
Sascha - Guitar
O. - Drums 
Kalle - Bass
 

Coole Split, welche uns BRUTAL ARTS RECORDS da offeriert haben: Die Slo-Mo-Deather HUMILIATION aus Malaisen, welche erst vor kurzem mit ihrer Full-Length „Turbulence From The Deep“ zu gefallen wussten und die neuerdings bei FDA-Rekotz unter Vertrag stehenden OBSCURE INFINITY aus dem Westerwald sind mit je zwei Tracks vertreten.

HUMILIATION wissen auch mit ihren zwei neuen Songs absolut zu überzeugen, bolzen in „By One Code“ gleich mal voll drauf los nur um nach wenigen Takten wieder diesen Groove-Teppich auszulegen, welcher schon „Turbulence From The Deep“ zu einem wirklich coolen Album wachsen ließ. Auch „With Helm With Hate“ ist bei Zeiten tendenziell schneller als wir das von HUMILIATION bislang gewohnt waren, steht den Malaien aber gut zu Gesicht diese Tempo-Variationen.

„Joyless Flesh“, ebenfalls ein neuer Track von OBSCURE INFINITY beweist eindeutig, warum diese Combo von Germanys wohl angesagtestem Death-Metal-Label (FDA-Rekotz) unter Vertrag genommen wurde und lässt schon jetzt eine gewisse Vorfreude miteinfließen, Vorfreude auf ein 2014 avisiertes neues Album von OBSCURE INFINITY, welches in dieser Form einfach nur saugeil werden kann. Allein der Solo-Teil von „Joyless Flesh“ sucht seinesgleichen. Abgerundet wird diese Split mit dem Live-Beitrag „Morbid Ways Of God“, welcher am Party.San Open-Air 2012 mit annehmbaren Sound mitgeschnitten wurde und vom 2010er Album „Dawn of Winter” stammt.

Logisch, dass so ein Underground-Teil natürlich streng limitiert ist: Gerade mal 200 Kopien in schwarzem und läppische 100 in rotem Vinyl wurden hier aufgelegt – Interessierte Zeitgenossen wenden sich an BRUTAL ARTS RECORDS.

Wertung: ohne Bewertung
Autor: reini (01. November 2013)

Musikreviews

 

Humiliation / Obscure Infinity Split CoverHUMILIATION / OBSCURE INFINITY Split (12:46)
7" / Brutal Art Records
www.humiliation.my / www.obscureinfinity.jimdo.com

Wer in seiner Death Metal-Sammlung noch nichts aus Malaysia stehen hat, kann sich diese Split-Single von HUMILIATION (die kommen nämlich von dort) und den Westerwäldern OBSCURE INFINITY ins Regal stellen. Die Split ist das erste Release des neu gegründeten Labels Brutal Art Records, mit dem Erwerb leistet man also Aufbauarbeit im Underground. Als musikalischer Kaufgrund dient die deutsche Formation aber ein bisschen mehr, als die malaysische. Deren erster Song "By One Code" startet flott mit giftigen Growls, verschleppt das Tempo dann gehörig, um kurz darauf erst wieder loszuklöppeln und das Spiel von vorne beginnen zu lassen. Das seltsam "With Helm With Hate" betitelte ist gedrosselter und mit mehr Groove versehen, beides sind passable, aber keine ungewöhnlichen Songs. "Joyless Flesh", der erste Track von OBSCURE INFINITY blastet feist und mit schön dreckigem Sound los, hat dann eine thrashig-rockende Note und einen flotten, düster-melodischen (Solo-)Part. Cooler Song. Der zweite ist eine Liveversion des amerikanischer klingenden Debütstücks "Mortal Way Of God" mit ordentlichem Klang, zumindest bei den Instrumenten, der Gesang ist ein bisschen weit in den Vordergrund gemischt. Insgesamt ist die Split eine ordentlich Angelegenheit, bei der der "Support the underground"-Gedanke zählt. (Andreas Schulz)

Totgehört

Reingehört: Obscure Infinity / Humilaition "Deadly Collision / Joyless Flesh"

 
 
Wie versprochen gibt es nun das vollständige Review zur Split von OBSCURE INFINITY und HUMILIATION. Da wir uns bereits näher mit dem Beitrag der Westerwälder beschäftigt haben, geht es in diesem Review verstärkt um die Seite der Asiaten.
Die Jungs aus Malaysia sind hier eher unbekannt, aber sollten deswegen nicht unterschätzt werden. Denn HUMILIATION sind vor allem eines hart, bleischwer und roh wie ein frisch geschlachteter Lammbraten. Mit 'By One Code' liefern die Malaien eine schwere Abrissbirne im Stile von ASPHYX , (ur-alten) PARADISE LOST und anderen leicht angedoomten Death-Metal-Acts. Das heißt aber nicht dass man gänzlich auf Geschwindigkeit verzichtet. 'With Helmet With Flesh' ist ein ausgewachsener Old-Schooler, der ziemlich düster und aggressiv an Fahrt gewinnt und sich nur gelegentlich eine schleppende Auszeit gönnt. Es ist logisch, dass das hier keine Neuerfindung des Rades ist, aber bei einer Band aus dem fernen Südosten, sollte man mit Sicherheit einen Exoten-Bonus zulassen. Denn wenn man es nicht besser wüsste, könnte man sie auch für eine mitteleuropäische Kapelle halten.
Die tatsächlich aus Europa stammende Gruppe dieser Split-Single hingegen kommt auch ohne Boni klar. Wie bereits letztens angeschnitten ist 'Joyless Flesh' ein großartiger Titel an dem alles stimmt und der alle Möglichkeiten Einflüsse in sich vereint. Black Metal, groovender Death Metal, ein wunderbares Solo und vor allem wie immer viel traditionelle Attitüde, die alles zusammenhält, machen diesen Track zu einem der besten Lieder des Jahres im Extreme Metal. Der Live-Track derweil ist wunderbar eingefangen worden. 'Morbid Ways Of God' hat nichts mit den knatternden Keller-Bootlegs gemein, die man sonst so im extremen Underground findet und fängt dennoch eindrucksvoll die Atmosphäre vor Ort ein und klingt umgekehrt nicht so tot wie etwa die Live-Scheibe von NASUM (sorry, ich liebe die Band, aber an der Live-Dokumentation hat es bei den Schweden immer gehapert).
Alles in allem ist die Kollaboration von HUMILIATION und OBSCURE INFINITY ein Erfolg auf ganzer Linie! Mit zwölf Minuten ist die Spielzeit zwar (wie immer bei einer Split-Single) etwas kurz ausgefallen, aber dafür ist das Replay-Value verdammt hoch. Also wer die Scheibe haben will, ran an den Speck! Die ist streng limitiert!

[Adrian]

Sprengies World

humiliation obscure infinity-split  
 
   
   
   
   
   
   
 
 
 
 
Titelliste
HUMILIATION
By one Code
With Helm with Hate
OBSCURE INFINITY
Joyless Flesh
Morbid Ways of God (Live Party San 2012)

 

Nach langer Festival Pause dachte ich mir ich nehme mir mal wieder ganz alte Schule eine Vinyl zur Hand um euch wieder etwas neues aus Fern Ost zu präsentieren.

Wir berichteten schon in der Vergangenheit über die Old School Deather aus Malaysia HUMILIATION. Dies mal wollen sie den Kampf aber nicht alleine aufnehmen sondern haben sich deutsche Unterstützung von keinen anderen als OBSCURE INFINITY! geholt. Diese Band sollte jedem Old School Liebhaber aus deutschen Landen ein Begriff sein. Die Jungs welche bei FDA Rekotz unter Vertrag sind, beackern den deutschen Untergrund mächtig und sind eine Institution für sich. Auf der sich mir vorliegenden 7" Split EP vereinen sich deutsche und malayische Death Metal Geheimtips! Eröffnet wir das ganze von HUMILIATION mit dem Song „By One Code” welches einem Sänger Bear Bee auch sofort um die Ohren grunzt und sofort danach geht das Lied einen schicken Groove Part über. Jeder aber denkt hier ist langsam hören ist angesagt der täuscht; der Song variiert zwischen Midtempo, schnellen Double Bass und treibenden Gitarren. Dominiert wird der Song aber von stampfenden Groove Walzen welche an den richtigen Stellen eingestreut werden, ohne den Song langweilig wendig zu lassen. Weiter geht es mit „With Helm with Hate”. Hier geht es direkt voran ohne erst auf eine Einladung zu warten. Die Gitarren treiben in diesem Song um einiges mehr als im Opener, und das Stück ist auch eher das verspieltere was einen super Mix aus beiden Liedern ergibt. Hier wird das Midtempo vergeblich gesucht, hier geht es direkt in den Kampf mit super gespielten Gitarrensolo und einem kurzen darauf folgenden groovigen Part. Die Jungs haben es in meinen Augen geschafft, zwei komplett eigenständige, aber in Kombination super zueinander passende Songs zu veröffentlichen.

Nun wenden wir die Platte einfach mal und setzen die Nadel auf der deutschen Seite bei OBSCURE INFINITY auf. Hier wird einem direkt in die Fresse geballert um dann in eine richtig fette Gitarrenwand zu wechseln. Die Jungs verstehen ihre Instrumente und der Gesang kommt auch richtig drückend aus den Boxen. Der Namensgeber für die EP „Joyces Flesh” erinnerst stellenweise an Label-bekannte Bands wie REVEL IN FLESH und DESERTED FEAR. Der Song ist wirklich sehr abwechslungsreich gestaltet mit Gitarrensolo, wechselndem Tempo und variablem Gesang. Man muss schon sagen das Lied hat fast etwas Sucht Faktor. Vorsicht! Als zweites packen die Deutschen keinen zweiten Studiotrack dazu, sondern „Morbid Ways of God” vom 2010er Album „Dawn of Winter”. Live wurde es beim 2012er »Party.San Open Air« dargeboten und mitgeschnitten. Viele werden nun denken, live ist doch in der Regel miese Qualität, aber dies ist es ganz und gar nicht. Das Lied hat von Haus aus schon seinen eigene Charme und der Live-Flair untermauert dieses noch einmal mehr. Qualität des Songs und der Aufnahme ist sehr zu empfehlen und auf alle Fälle ein Ohr riskieren wert.

Erscheinen wird das ganze am 15.10.2013 über Brutal Art Records aus Deutschland in einer auf 100 rote und 200 schwarze Vinyl-limitieren Auflage.

Dieses Review wurde geschrieben von

 

9/10

Askardia

The Richter Scale

Scale Magnitude: Obscure Infinity – Putrefying Illusions (2012)

 

Today shows another band practicing the “Metal of Death”, this time it’s from Germany. Obscure Infinity play a very melodic and sombre form of death with inspirations from the early death/black metal acts of Sweden. Putrefying Illusions seems to play on classic Dissection form at first glance (the band moniker resembling the track name “Into Infinite Obscurity”), playing short acoustic interludes (“Intro”, “Solitude”, “Beyond a Burning Sky” and “Farewell”), and vocalist Jules’s rasp is now closer in style to the late Jon Nödtveidt than his growl on the first album Dawn of Winter. But in the eight songs that remain, the act comes closer to the death metal of Necrophobic ( the slow “Crypts of Damnation”), Unleashed (the fierce “Clandestine Yearning”) and a little Edge of Sanity (melodic leads in both “The Wilting Splendour” and “…Of Creating and Wasting”). The most blackened they get on the album is title song “Putrefying Illusions”, which even has an acoustic outro. Guitarist Stefan is an expert at playing stirring and melodious solos that add plenty of depth to the songs, while drummer Oli and Bassist Pascal hold the rhythmic section with decent form. The production is a mix between classic Dissection and Desultory, the guitars seem a little thin and the bottom end takes up too much space, but this kind of event is what gives an album its uniqueness more than what makes you hate it. The artwork is the 1812 painting by Caspar David Friedrich titled “Kreuz und Kathedrale im Gebirge”. Obscure Infinity unleash a very accomplished mix of influences, playing on the less popular (in the current revival anyways) aspects of the Swedish death metal scene. http://www.facebook.com/obscureinfinitygermany

Necroslaughter

Oh verdammt, wie konnte mir das nur passieren? Bereits Mitte Januar kam dieses kleine Schätzchen heraus und liegt sogar seit Ende Februar bei mir zu Hause neben der Anlage, wo es schon einige Rotationen auf dem Plattenspieler hinter sich hat. Aber irgendwie habe ich das entsprechende Review bisher verschwitzt. Schande über mein Haupt!
Die Rede ist von der gemeinsamen Split zwischen OBSCURE INFINITY, die für mich zur Speerspitze des deutschen Death Metals gehören (wenn nicht sogar diese sind) und DEATHRONATION, die ich mit dieser 7″ erst kennenlernen durfte. Veröffentlicht wurde die auf 500 Einheiten limitierte schwarze Vinyl-EP in Zusammenarbeit von Iron Bonehead Records und Whisper Of Death. Mit Repulsion Tribut-Cover im schweren Karton-Schuber und schwarzem Inner-Sleeve, inklusive Text-Blatt, ist diese Single sehr wertig verpackt. Für die 5 Euro, die beide Label für die Scheibe haben wollen, bekommt man ordentliche Qualität.

OBSCURE INFINITY bestücken ihre Hälfte mit “Absurd Existence“, einen Song, der meines Wissens nach, aus der Aufnahme-Session von 2010 stammt, in der auch “Sign Of The Nightsky” für die Split mit Profanal aufgenommen wurde. Also eigentlich alter Tobak, der aber gleichzeitig einen guten Schnappschuss des damaligen Status Quo der Band widerspiegelt. Man hört deutliche Parallelen zu genanntem Beitrag von “United In Death“, auch wenn es “Absurd Existence” etwas an der aberwitzigen Verspieltheit mangelt, die den letzten Split-Beitrag zum Hit des Jahres werden ließ. Für OBSCURE INFINITY ist der Song sogar recht geradlinig. Dafür hauen die derben, fast schon in Grind-Geschwindigkeit agierenden Blastbeats ordentlich auf die Fresse.

DEATHRONATION starten ihre Seite deutlich langsamer. “Vulture Eyes” beginnt zäh und drückend mit einem simplen, aber eingängigen Riff. Das Hauptthema wird schön wiederholt und von einem Solo unterlegt, bevor es schön schwedisch ins Uptempo-Gemetzel geht. Ein schön schnörkelloser Song, der mit seinem thrashigen Riff volle Suppe nach vorne prügelt. Der Ausbruch in fixe Blastbeats und der dicke, florida-mäißge Schrammel-Part, sind zwei Überraschungsmomente von DEATHRONATION, die das Lied deutlich aufwerten.
Das abwechslungsreiche Struktur mit den netten Wechseln zwischen den Geschwindigkeitsstufen und das handfeste Solo machen “Vulture Eyes” zu ein unterhaltsamen Split-Beitrag. Nun muss die Band nur mal aus den Hufen kommen, und dieses Niveau auf einen Longplayer transportieren.

Auch wenn beide Bands nicht unbedingt das essenziellste Material zu dieser Split beigetragen haben, liefern die beiden Songs ordentlichen Spaß, der immer noch aus dem Gros der Veröffentlichungen heraus sticht. Und da das Package für 5 Euro durchaus adäquat aufgemacht ist, sollte der geneigte Fan nächstes Wochenende mal ein Bier weniger trinken, und sich die Scheibe zulegen. Bereuen werdet ihr es nicht.



PS: Schade, dass DEATHRONATION ihren Song nirgendwo zum Streamen anbieten…

Infos:
Iron Bonehead / Whisper Of Death Records – 10.01.2013
Split 7″ EP – 2 Songs @ 45rpm

Voices From The Darkside

OBSCURE INFINITY / DEATHRONATION

Split EP
(Whispers Of Death / Iron Bonehead)
9:03min

On this sweet 7" EP German Death Metal bands OBSCURE INFINITY and DEATHRONATION have teamed up to deliver us two exclusive recently recorded tracks not available elsewhere. Does that mean both songs suck too hard to be included on their regular releases? Hell no! Both songs underline that these bands are fine servants to the cause of death and whereas many split EPs tend to offer one good band and one bad band that's being pulled through by the prominence of the A-side this split here provides no downer on neither side. OBSCURE INFINITY melt Scandinavian melodies with a raw aggression not unlike Dutch legends ASPHYX or THANATOS, driving riffs, Jules' trademark throaty vocals and speedy attack that will kick your butt within a nanosecond. Unfortunately, the lengthy guitar solo sounds a bit squeaky in my opinion, but 'Absurd Existence' (recorded in 2010) is still a good and enjoyable track. DEATHRONATION are my faves on this piece of wax due to sending respectful nods to the American old school sound which I love most of f**king everything! Especially SADISTIC INTENT shine through in 'Vulture Eyes' (recorded in 2012) and also fans of South American acts like MORTEM or OMISSION should instantly hail this. The track builds up slowly around a nice, Cortez-tribute solo before picking up speed, blasting away in the middle before getting really stomping and crushing. Stiff Old's rotten vokills slay as well, reminding of the mighty Californian Death brigade, too. Morbid Metal the way it should be and reason enough to get this EP. Rounded off with a nice, primitive cover reminding me a bit of the first REPULSION album in terms of putrid colouring, this EP should be a very welcomed addition to every Death Metal maniacs' collection of blood! Order it at the following sites: www.ironbonehead.de, www.whispers-of-death.de

Stefan Franke

Powermetal.de

Genre: Old-School Death Metal
Label: Whispers Of Death/ Iron Bonehead Productions
Release:10.01.2013
  1. Obscure Infinity - Absurd Existence
  2. Deathronation - Vulture's Eyes

Panzerfaust zine

OBSCURE INFINITY - Putrefying Illusions (OBSCURE DOMAIN - CD 2012)

 

Time goes so quickly… it seems like not so long ago, when I‘ve listened to the first album of Obscure Infinity and soon later I also got a couple of split 7”EPs and their demo. I was quite impressed by this band’s music, as it was different to most of the stuff, which death metal bands are playing nowadays. Sure, their music was also rooted in the old school death metal, but it was just played differently, without so obvious traces of Swedish or American bands. Obscure Infinity has quite specific arrangements, their song structures were more complex, if I can use that word, songs were lengthier… Yeah, definitely “Dawn of Winter” was a unique album, same as Deathevokation for instance. So, I was really eagerly waiting for the second album of Obscure Infinity, hoping that “Putrefying Illusions” will exceed the debut and prove that this German band really belongs to the best underground acts of the present. Just like “Dawn of Winter”, also “Putrefying Illusions” first caught my attention with its artwork and the whole layout of the booklet. I like what these guys are doing; using some old paintings, which are properly dark and suitable for death metal… This time they’ve used Caspar David Friedrich painting titled "Kreuz und Kathedrale im Gebirge" from 1812 and I must admit it is another good choice for the front artwork, although some of you may feel like it is too colourful at the first look, but for me it is really OK. As for the booklet, what I like about Obscure Infinity booklets is that they have so many things inside, I mean along with the lyrics there’re quite few band photos, etc… that is always nice to look at and definitely is not as boring as when I look at some other bands, which are barely able to have any booklet at all, so primitive layout they chosen to have. I can only imagine how cool would “Putrefying Illusions” look on the vinyl, but I’m afraid I’ve never seen one available to purchase; just as I’ve never seen the debut album on LP. So I must satisfy myself with the CDs, which is OK as well (always better than the soulless mp3 files anyway hehe). I must say that in many ways I find “Putrefying Illusions” as the most complete and definitely the best recording of Obscure Infinity so far. I can say that the band has developed and their death metal is even better than it was on “Dawn of Winter”, maybe because it seems a bit more relentless and straight forward, while at the same time it also appears to be even more rooted in the old school way of the death metal playing – which is great for me. The first track for instance – “Collecting a Disastrous Sun” – seems to be the most Swedish influenced song from Obscure Infinity, which I have heard so far. It is a great track, really, and I must say that it definitely takes me back to the 90’s. Think of bands like Edge of Sanity, Centinex, Uncanny, Unanimated and Utumno… Some more Swedish traces are noticeable in another songs, but Obscure Infinity is not 100% Swedish death metal influenced band, so I can assure you that you will often be also hit by riffs or parts, which may remind you Morgoth, Asphyx, Pestilence (“Consuming Impulse”), Death (“Spiritual Healing”), Autopsy, Convulse, Purtenance and so on… More melodic patterns are often mixed with those utterly devastating and aggressive ones; slow and doomy parts will appear together with the fast, blasting devastation – although nearer the finish of the album, then I have an impression like that slow playing was taking the dominant role. “Putrefying Illusions” in all its content is well diverse and surely it is not one dimensional death metal album. There’s a lot of dynamics, variety and the atmosphere is just dark and brutal all the time through (except a couple of times, when acoustic interludes have been used – which, to be honest I sometimes find as unnecessary). And it all works very well. Maybe, what I already mentioned, towards the finishing songs the tempo has slowed down maybe a bit too much and the music also became slightly too melodic, lacking a bit of violence and aggression or the feeling from the beginning, but that impression is very small and all in all I can say that Obscure Infinity composed a solid and involving record. I can surely recommend you listening to such songs as the mentioned “Collecting a Disastrous Sun”, as well as “Ascension-Kenosis” (slow, heavy, brutal… beautiful), “Crypts of Damnation” (which may remind you bands like Purtenance or Convulse)… Good listen, definitely. Standout tracks: “Collecting a Disastrous Sun”, “Ascension-Kenosis”

 

Final rate: 80/100

Legacy

OBSCURE INFINITY „Putrefying Illusions“

Written by 

 

Der Bandname? „Into The Grave“, vierter Song. Oder doch eher die Umkehrung von Dissections „Into Infinite Obscurity“? ‚Collecting A Disastrous Sun’ legt nach dem unscheinbaren Intro Letzteres nahe. Wobei das Ungeschliffene und Rohe daran auch an ältere Necrophobic erinnert. Wie auch immer, der Schweden-Bezug ist in diesem Song unstreitbar vorhanden: rasanter Black/Death mit starken Leads und einem geilen Twinsolo, gewitzten Tempowechseln und unheilvoller Atmosphäre. Kein moderner Schnickschnack, sondern geradewegs aus den mittleren 1990ern ausgekotzt, mit adäquatem Sound. Schade, dass der Song unspektakulär ausfadet. ‚Ascension – Kenosis’ offenbart dann andere Einflüsse: Erst verschleppt, dann drückend und schließlich brachial hackend sind hier US-Bands wie Incantation erkennbar. An die Skandinavien-Schule („The Somberlain“) sind dagegen wieder die zahlreichen instrumentalen Ruhebänke angelehnt: ‚Solitude’, ‚Beyond A Burning Sky’ und – an welcher Position wohl? – ‚Farewell’ bringen die unverzerrten Saiten auf besinnliche Weise zum Schwingen. Grundsätzlich schlägt das Quartett auf dem Nachfolger des Debüts „Dawn Of Winter“ (dazwischen kam noch eine Split-Single mit Profanal) also die Brücke zwischen satanischem US-Death Metal (‚The Wilting Splendour’) und der skandinavischen Verwandtschaft (z.B. im Titelsong). OBSCURE INFINITY lassen nicht die blitzsauberen Techniker mit Musikschuldiplom raushängen, verzichten aber auch auf allzu simple Songstrukturen. Überzeugendes Konzept, tolles Label: Obscure Domain (www.obscuredomain.com) wird von zwei Maniacs geführt, die schon seit Ewigkeiten u.a. als Fanziner im Underground involviert sind und u.a. 2007 Headhunter D.C.s „Gods Spreading Cancer’ veröffentlicht haben.

hell-is-open.de

Obscure Infinity

Putrefying Illusions

Obscure Domain Productions

Vö: 07/2012

 

Old School Death, true as fuck! So wie man es von den vorherigen Outputs der Pfälzer gewöhnt ist so geht es auch weiter. Obscure Infinity zeigen das Old School Death nicht nur aus Skandinavien oder Holland kommen muss sondern sich auch in unserer Heimat prächtig entwickelt. Und in den momentanen Aufwind einheimischer Deathkapellen passen sie prima hinein. Tolle Riffs treffen auf feine Melodien, grummeligen Bass und abgerundet durch den fiesen Gesang erzeugt man eine schön düster morbide Atmosphäre. Nur das Drumming könnte meiner Meinung nach noch etwas druckvoller daherkommen. Ich möchte jetzt kein getriggertes Metalcoredrumming, aber ein bissl dünn klingts dann und wann schon. Für die Entspannung im Nackenmuskel ist auch gesorgt, es wurden ausreichend doomige Kriechgangmomente mit eingeschoben. Aber überwiegend gehts doch flott zur Sache, und auch die Solis sind keineswegs störend. Die Songs, so finde ich, wirken eine Spur direkter und dreckiger als auf der "Dawn of Winter", was mir aber trotzdem gut gefällt. Eben noch eine Schritt weiter zurück "Back to the Roots". Feines Gesamtwerk das einer Zeit zu entstammen scheint als die skandinavische Death Metal Elite ihre Meisterwerke herausbrachte. Auf Daniel Ekeroth`s "Swedish Death Metal" Sampler wären die Jungs gar nicht aufgefallen. Gemastert wurde das Album übrigens in den Necromorbus Studios von Sverker Widgren(Demonical,Diabolical).

 

Tracklist:

Intro

Collecting A Disastrous Sun

Ascension-Kenosis

Solitude

Crypts Of Damnation

Clandestine Yearning

Beyond A Burning Sky

Putrefying Illusions

The Wilting Splendour

...Of Creating And Wasting

From The Bleak Spots To Infinity

Farewell

 

8 von 10 Punkten

http://www.myspace.com/obscureinfinity

http://www.obscuredomain.com/

Bloodchamber.de

Mit neuem Gitarristen und Drummer präsentieren OBSCURE INFINITY ihr zweites Album "Putrefying Illusions". Für eine Band, die sich erst vor fünf Jahren gegründet hat, ist das schon eine Hausnummer, zwei Alben, eine EP und eine Split bisher veröffentlicht zu haben. Fällt bei einigen Combos meist gar nicht auf, aber bei den Jungs aus dem Westerwald ist das anders, denn jede Veröffentlichung ist wirklich gut. Kein Wunder, dass Ricö von F.D.A. Rekotz, die Band unter seine Fittiche genommen hat. Und wer seine Releases kennt, weiß, dass er ein Garant für Qualität ist.

OBSCURE INFINITY ist für mich so eine Band geworden, bei der ich immer gespannt bin, wie sie sich entwickelt. Und bisher enttäuschte sie mich nicht. Von Album zu Album ist eine deutliche Steigerung zu vernehmen. Wer hätte das gedacht, dass bei Old-School-Death Metal so etwas möglich ist.
Und auch das neue Album "Putrefying Illusions" ist eine Weiterentwicklung. OBSCURE INFINITYs Death Metal klingt irgendwie noch räudiger und älter (in diesem Fall ist das positiv gemeint). Jules' Vocals sind variabler denn je auch die Musik ist noch abwechslungsreicher geworden. Die Death Metal-Walze bietet einfach alles. Blasts, Midtempo und gar doomige Parts, ohne, dass es zusammengewürfelt klingt. Nein, hier wird einwandfrei arrangiert und wenn Stefan mit seinen Leads loslegt, dann bleibt einem manchmal die Spucke weg. Selten hab ich z.B. so ein feines Solo, wie bei "Crypts Of Damnation" gehört. Diese Melodie sticht förmlich in den Kopf, um dort zu bleiben. Geil.
Die Songs wummern wie nichts gutes und es machen einfach Spaß. Klar, OBSCURE INFINITY spielen Old-School-Death Metal, aber während andere Bands sich auf schwedische oder amerikanische Wurzeln festlegen, liegen die Westerwälder in jeder Region. Mal etwas POSSESSED, mal etwas AUTOPSY, um dann schwedisches Todesmetall miteinzuflechten. Dabei verlieren die Jungs zu keinem Zeitpunkt ihre Eigenständigkeit und verirren sich nie in modernere Gefilde. Nein, die Jungs sind Ender der 80er/Anfang der 90er stehengeblieben und das ist auch gut so. Etwas anderes erwartet und erhofft auch niemand.

Im Grunde genommen ist alles gesagt. Ein geiles Album mit einer Steigerung zum Vorgänger "Dawn Of Winter", das treffend von Sverker Widgren (DEMONICAL, DIABOLICAL) produziert wurde und jedem Death Metal Fan der alten Schule galant in die Fresse haut.
9,5/10
Martin Baltrusch 

Brutalism.com

Obscure Infinity - Putrefying Illusions

 

I could never imagine that this release would turn out so good! It is just that sometimes you find your self listening and actually, enjoying a band, only because you saw a great cover and the exact opposite. Have you ever bought a record because of a good cover or, have you ever seen yourself in the situation where you finally pick between two records because of the cover? Well that's what happened here with those guys. I was negatively prejudiced from their cover. I don't know, it striked me so bad. Damn I didn't like it and I still do not. I find it really drafty... so drafty that I really thought that this was going to be another indifferent band on the scene. And then came their music and changed everything. But let's start from the first page of the book. Obscure Infinity is a band from Germany and as it appears they are disciples of the Swedish old school death metal scene, and bands as Grave, Entombed, etc. The band is not so old, as their demo got released on 2008, and besides "Putrefying Illusions" of 2012 they only have a full length and a split CD to complete their full discography. "Putrefying Illusions" is their latest release and second full length and I must admit, I was shocked from the 90s atmosphere these guys can inspire on age 2012! I have listened to many more old school death metal bands, both good ones and bad ones but it is a very rare achievement not only to play old school, but to make your album reek old school rottenness!! Obscure Infinity have done that and more. Their songs have a tight structure and are long in length, without getting dull though. Their composing abilities are in a great level and the result is 12 songs that keep the listeners interest from the beginning to the end. Lots of heavy interesting old school death metal riffs, mostly unblasted (if I may use the term), old school death metal drums, tight fat bass sound following the kickdrum as it should and vocals straight from the bottom of the well. The whole atmosphere gets even more rotted and 'gravy' with some classical interpolations on their tracks (intro-outro and two more). The more you listen to it the more you'll get the feeling that this album belongs to the 90s, where it all began. It is like it was recorded then and got released now. This is definitely a 'must buy' on your list of death metal CDs people. So until next time... cheers, beers and old school!!

 

4/5

Andy Christos

Rock Hard

OBSCURE INFINITY
Putrefying Illusions
Obscure Domain (38:48)
VÖ: bereits erschienen

Auf dem letzten Party.San Open Air sind sie vielen Old-School-Death-Metallern positiv aufgefallen, und auch mit ihrem Debüt „Dawn Of Winter“ (2010) konnten OBSCURE INFINITY aus dem Westerwald allerorts punkten. Der Nachfolger „Putrefying Illusions“ klingt als wäre er vor 20 Jahren in Schweden oder Holland entstanden und ist frei von jeglicher Trendanbiederung. Statt wie andere Bands auf die Amon-Amarth-Massen abzuzielen, machen OBSCURE INFINITY genau das, was ihnen offenbar in die blutbeschmierte Wiege gelegt worden ist: Sie holzen mit dem richtigen Gespür für fiese Melodien und gnadenlose Schweden-Death-Gitarren, die manchmal auch einen Schuss Asphyx-Doom mitgekriegt haben, durch die Botanik. Dabei klingen sie brutal und ungekünstelt, aber trotzdem nicht zu simpel. Die beiden Gitarren sind definitiv nicht ohne, und auch die Rhythmusarbeit ist komplizierter, als sie zunächst klingt. Das volle Brett - aber eben geschmackvoll gehobelt.
Götz Kühnemund
8

Crossfire Metal

OSCURE INFINITY - PUTREFYING ILLUSIONS

Na, das ging ja schnell: Review zum ersten Album geschrieben, Interview mit der Band gemacht, LP, Demo, Split-7“ und Shirt nachbestellt, PartySan-Gig verpasst und – ZACK – ist auch schon das neue Album raus. Fleißig, fleißig, die Jungs aus dem Westerwald. Ein kurzes Intro ertönt. Dann geht es genau da weiter, wo sie auf dem Debüt „Dawn Of Winter“ aufgehört haben: mit schwedisch anmutendem Death Metal, der locker zwischen 1992 und 1995 hätte erschienen sein können. Das Tempo variiert von headbangertauglichen Midtempopassagen über Doublebass bis hin zu hoher Geschwindigkeit, die mich an alte Kulthorden wie Nihilist, Grave oder Dismember erinnern. Die Produktion ist durch und differenziert, aber nicht zu fett. Der geile Gesang klingt stellenweise beschwörend und weiß durchweg zu überzeugen. Insgesamt scheint es mir, dass Obscure Infinity auf „Putrefying Remains“ etwas schneller zuwerke gehen als zuvor. Das Album knallt an allen Ecken und Enden und versetzt den Hörer in eine Zeit, in der die gute, alte Death Metal-Welt noch heile und in Ordnung war. Von Trendreiterei ist hier nichts zu spüren. Hier ist nur alte Schule angesagt. Und so muss das auch sein! Geile Scheibe; wie immer! Wer eine der besten neuen deutschen Death Metalbands immer noch nicht kennt, sollte hier unbedingt zuschlagen!

Note: 9 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller

Necroslaughter.de

Obscure Infinity – Putrefying Illusions

von (16.09.2012 um 18:59 Uhr)

Vor zwei Jahren haben OBSCURE INFINITY mit “Dawn Of Winter” einen ordentlichen Einstand gegeben. Ein Jahr später, konnte die Band ihr Niveau noch mal steigern und hat mit ihrem Song “Sign Of The Nightsky” wohl DEN Death Metal Hit des Jahres auf “United In Death“, ihrer Split mit den italienischen Profanal, gebannt. Dieser eine Song hat mich einfach nur umgehauen und meine Erwartungshaltung auf das nächste Album richtig hoch gesetzt. Ob das junge Quintett aus dem Westwald die Qualität dieses einen Songs auf die Länge eines ganz Albums übertragen und dann auch noch halten kann?

Spätestens nach dem vorab auf Youtube veröffentlichten Song “Ascension-Kenosis” sollten aber alle Zweifel zerschlagen sein. “Putrefying Illusions” wird den verdammt hohen Erwartungen gerecht. Das bereits erkennbare Potential des Debüts wurde hier mächtig ausgebaut. Besonders in der Melodieführung sind OBSCURE INFINITY gut gewachsen und präsentieren die meisten Riffs zweistimmig mit verdammt packenden Melodien. Ohne jemals cheesy zu wirken, ergänzen die Leads die morbide Atmosphäre des Albums um eine gewisse Griffigkeit. Die Songs bleiben einfach im Ohr und haben einen wiedererkennbaren Charakter. Ergänzt werden die Riffs durch die göttlichen Soli, die voller Hingabe und mit dem richtigen Feeling gespielt werden.
Eine eher weniger auffällige Weiterentwicklung erfuhr auch das Songwriting. Die Songs sind insgesamt ein wenig progressiver als noch auf “Dawn Of Winter“, gleichzeitig aber auch wesentlich mehr auf den Punkt gebracht. OBSCURE INFINITY spielen keinen Ton zu viel oder zu wenig. Jedes Lied ist ins seinem Ablauf wohl durchdacht. Gleiches kann man auf den Aufbau des kompletten Albums übertragen. Eingeleitet durch ein Spoken-Word-Intro und mit einem “Farewelll” (hoffentlich nicht zu wörtlich gemeint) beendet, durchbrechen zwei akustische Intermezzi die düstere Fahrt des Albums. Sicher hat sich die Band bei diesen kurzen Momenten der Ruhe etwas gedacht, aber prinzipiell funktioniert “Putrefying Illusions” auch ohne diese verspielten Unterbrechungen. Dafür sind die einzelnen Lieder selber schon abwechslungsreich genug!

Collecting A Desastrous Sun” ist ein wunderschön-morbider Song, der eigentlich exemplarisch für das Album betrachtet werden kann. Das Hauptthema des Tracks wird konsequent durchgezogen und variiert, derweil sich umher griffige Melodien und finstere Atmosphäre erheben. Wie die einzelnen Elemente des Solos ineinander überspielen, ist das Sahnehäubchen auf diesem hervorragenden Eröffnungsstück! Das bereits bekannte “Ascension-Kenosis” ist ein schwerer, zäher Brecher mit sehr nekrotischer Stimmung. Eine bösartige Nummer, die aber dennoch deutliches Hitpotential hat. “Crypts Of Damnation” wird dann noch mal doomiger und entwickelt Dimensionen von einem Lavastrom. “The Wilting Splendour” zeigt die räudigere, fast schon punkige Seite der Band, derweil “… Of Creating And Wasting“mit einem Death-mäßigen, etwas technischeren Part überrascht. Insgesamt passiert auf “Putrefying Illusions” so viel, dass die geklimperten Zwischenspiele für die Abwechslung gar nicht nötig sind.

Den hohen Erwartungen wurden OBSCURE INFINITY mehr als gerecht. Das Niveau des Appetizers “United In Death” konnte auf Albumlänge übertragen und gehalten werden. Es ist ein mächtiger Schritt nach vorne und einfach ein umwerfendes Album. Morbide, kraftvoll und intelligent positioniert “Putreying IllusionsOBSCURE INFINITY an der Speerspitze des deutschen Death Metals und ist nicht weniger als ein Pflichtkauf für jeden Leser von NecroSlaughter.de!

metal.tm

Obscure Infinity

Putrefying Illusions

 

Meine Erwartungen an dieses Album waren zugegebenermaßen sehr hoch, da man schon auf dem Debüt gut erkennen konnte welches Potential in der gesamten Band steckt. Ich war davon ausgegangen, dass OBSCURE INFINITY dort weitermachen würden wo sie mit "Dawn of Winter" (zum Review) aufgehört haben. Irgendwie hat es das sympathische Quintett aber geschafft mich zu überraschen, denn die neue Scheibe geht irgendwie viel räudiger zu Werke und hat einen weiteren Schritt in Richtung des Death Metal Ursprungs gewagt.
"Putrefying Illusions" geht noch weiter zu den Wurzeln zurück und man bekommt sehr schnell den Eindruck, dass in den Monaten des Songwritings des Öfteren BATHORY, POSSESSED oder CELTIC FROST durch die Boxen ballerten. Auch die Produktion (Klangkerker Studios) passt super zu den Kompositionen, gemastert wurde das Ganze übrigens vom DEMONICAL Sänger Sverker Widgren, der durch seinen gezauberten Sound sogar so etwas wie Black Metal Feeling aufkommen lässt. Die Instrumente sind alle klar herauszuhören und gerade der pluckernde, herausstechende Bass gefällt mir persönlich besonders gut. Ein weiteres Plus sind die Akustik-Parts, oder besser gesagt die Akustik-Interludien, die auch auf diesem Album wieder allererste Sahne sind und das Album angenehm auflockern. Um es auf den Punkt zu bringen, es ist zwar nicht das Album das ich nach dem Debüt erwartet hätte, aber durch den Schritt zurück irgendwie eine klare Entwicklung im Sound der Fünf. Wenn ihr die Chance habt die Jungs mal live zu sehen, solltet ihr das unbedingt wahrnehmen, denn wie ich auf dem Party.San erleben durfte, zerlegen OBSCURE INFINITY live alles!

Anspieltipps : "Collecting A Disastrous Sun" und der Titelsong "Putrefying Illusions"
(Autor: Sascha S.)
Fazit:
Eine hörenswerte Metal-Geschichtsstunde die Lust auf mehr macht ohne einfach stumpf abzukupfern. Ich hoffe von dieser sympathischen Band noch einiges zu hören. This is the real shit!

Evilized.de

Obscure Infinity – Putrefying Illusions

By

Bereits vor zwei Jahren bewiesen OBSCURE INFINITY mit ihrem Debütwerk ”DAWN OF WINTER”, dass sie zweifelsohne als eine der vielversprechendsten Nachwuchsbands der deutschen Death Metal Szene anzusehen sind. Selten konnte ein Album aus heimischen Gefilden mit einem derart intensiven und ursprünglichen Klang überzeugen und dennoch einen solch frischen und innovativen Charakter vorweisen. Der nunmehr zweite Langspieler der Truppe, der erneut via Obscure Domain Productions das Licht der Welt erblickte, hört auf den unheilvollen Namen ”PUTREFYING ILLUSIONS” und knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an.

Ohne von ihrem bisher beschrittenen Pfad abzuweichen, zelebrieren die Westerwälder auf ihrem aktuellen Output Todesblei der alten Schule und beschwören dabei abermals die morbide Atmosphäre, die schon auf ”DAWN OF WINTER” überzeugen konnte. Verantwortlich hierfür zeigt sich die durchdachte Saitenarbeit, die sowohl mit simplen Riffkonstrukten als auch düsteren Melodielinien für die eigene Note des Albums sorgt. In perfektem Zusammenspiel mit der übrigen Instrumentierung werden die vierzehn Stücke auf ”PUTREFYING ILLUSIONS” mit Breaks und Tempowechseln ausgestaltet, sodass ein vielschichtiges Gesamtbild entsteht, über dem die heiseren Growls von Fronter ”Jules” wüten. Der Sound der Platte ermöglicht hierbei ein differenziertes Hören der einzelnen Spuren, wirkt aber insgesamt ausreichend roh und bietet dem Material die nötigen Ecken und Kanten. Die dezenten schwedischen Anleihen dürfen hierbei DEMONICAL Fronter ”Sverker Widgren” zugeschrieben werden, der im Necromorbus Studio in Stockholm für das Mastering der Scheibe zuständig war.

Als auflockernde Elemente wurden, wie auch auf dem Erstlingswerk, kurze Instrumentalstücke in die Platte eingeflochten, die mit den zarten Klängen einer Akustikgitarre für einige Momente der Ruhe sorgen und einen interessanten Kontrast zum übrigen Schaffen bilden. Spieltechnisch werden diese, gleich den immer wieder eingestreuten Soli, sauber und strukturiert in Szene gesetzt.

Einmal mehr stellen OBSCURE INFINITY ihr musikalisches Können eindrucksvoll unter Beweis und liefern ein erstklassies Stück Death Metal ab, das vor Nostalgie nur so strotzt und dennoch eigene Akzente setzt. Speziell Fans von MORGOTH, ASPHYX oder GRAVE können hier bedenkenlos zugreifen und sich ”PUTREFYING ILLUSIONS” ganz oben auf ihrer Einkaufliste notieren.

Powermetal.de

OBSCURE INFINITY - Putrefying Illusions

Genre: Old-School Death Metal

Note: 8.50
Label: Obscure Domain Productions
Release: 13.07.2012

 

  1. Intro
  2. Collecting A Disastrous Sun
  3. Ascension-Kenosis
  4. Solitude
  5. Crypts Of Damnation
  6. Clandestine Yearning
  7. Beyond A Burning Sky
  8. Putrefying Illusions
  9. The Wilting Splendour
  10. ...Of Creating And Wasting
  11. From The Bleak Spots To Infinity
  12. Farewell
30.07.2012 | 11:48
  

Der zweite Streich der Westerwälder Todeswalze

 

 

Das Old-School-Death-Metal-Revival ist nicht nur ein schwedisches Phänomen. dafür steht unter anderem die rheinland-pfälzische Kapelle OSCURE INFINITY, die bereits seit 2007 die Szene umwühlt. Mit ihrem letzten Album "Dawn Of Winter" konnten sie bereits einiges an Aufmerksamkeit einstreichen und wurden sogar von Rockhard-Chef Götz Kühnemund als eine der besten deutschen Underground-Death-Metal-Truppen geadelt. Nun liegt mit "Putrefying Illusions" die zweite Full-Length-Attacke vor. Aufgenommen wurde das gute Stück im den Klangkerker Studios und gemastert von Sverker Widgren (Sänger bei DEMONICAL und DIABOLICAL) in den schwedischen Necromorbus Studios. Der Sound von "Putrefying Illusions" präsentiert sich sehr rau und traditionell. Kein glatt-gebügelter Schnick-Schnack oder tot-produzierte Tracks finden sich auf dieser Scheibe - und gerade deswegen ist das Hörvergnügen enorm. Zugegeben, wenn man eher Nuclear-Blast-Produktionen gewöhnt ist, dauert es zwei bis drei Durchläufe, bis die Songs ihre ganze Energie entfalten. Aber dafür sind sie dann auch umso mächtiger und überzeugen mit einer hohen Langzeitmotivation.
So kristallisiert sich auch erst nach ein paar Durchläufen heraus, was die Hits des Albums sind. Auch wenn alle Songs Spaß machen, sind es doch das bereits vorab veröffentlichte 'Ascension-Kenosis' und das bereits mehrfach live gespielte 'Clandestine Yearning', denen man ganz besonders gerne lauscht. Hier treffen wunderbare Riffs auf starke Melodien, die stets brutal und fies sind.
Eine andere feste Konstante des Albums sind die Soli von Gitarrist Stefan, der ein ums andere Mal Alleingänge präsentiert, die im Old-School Death Metal ihresgleichen suchen. Weitere Beschreibungen sind überflüssig. So etwas muss man einfach selbst gehört haben.
Neben wütenden Ausbrüchen und Blast-Attacken gibt es auch jede Menge doomige Momente auf dieser Langrille. '...Of Creating And Wasting' oder auch 'Crypts Of Damnation' wummern über weite Teile heftig und erzeugen durch ihre bleierne Schwere eine bedrückende Atmosphäre.
Wie auch schon auf "Dawn Of Winter" und der Demo gibt es auch hier wieder filigrane Akustikgitarrenklänge in Form von Intermezzos zu hören, die die ganze Klasse dieser Band noch ein weiteres mal unterstreichen und klar machen, aus was für guten Musikern OBSCURE INFINITY eigentlich besteht.
Insgesamt ist "Putrefying Illusions" ein überzeugendes Album geworden, das die Erwartungen auf jeden Fall erfüllt. Fans von düster-doomigen Todesblei à la ASPHYX, SONNE ADAM und NECROS CHRISTOS, aber auch Supporter des konventioneller Schwedentod-Gruppen wie GRAVE, DISMEMBER und NIRVANA2002 sollten auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren. Selten war deutscher Todesblei so dreckig, morbide und dennoch so perfekt gespielt wie auf diesem Album.

 

Note: 8.50
Redakteur: Adrian Wagner

Totgehört Zine

Band Of The Week: Obscure Infinity


Es war nur eine Frage der Zeit bis OBSCURE INFINITY an dieser Stelle auftauchen würden. Es ist ja mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass die Westerwälder zu den Lieblingsbands dieses Webzines gehören. Das gründet aber nicht nur auf einer freundschaftlichen Beziehung zur Band, sondern ist auch eine Folge der durchweg starken Platten, die Stefan, Jules und Co seit ihrer Gründung 2007 auswerfen.
Was liegt da also näher als sie an dieser Stelle anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen Albums "Putrefying Illusions" ausgiebig zu featuren? 
Aber beginnen wir von vorn. Der erste Output "Into The Depths Of Infinity", die 2008er Demo, stellte bereits unter Beweis wozu die Rheinland-Pfälzer im Stande sind und hatte mit 'Maniac Destroyer' bereits, den ersten Hit zu bieten, der auch heute noch in der Live-Setlist  regelmäßig auftaucht. Auch auf dem allerersten Release etablierten sich schon akustische Intermezzi als fester Bestandteil eines ordentlichen OBSCURE-INIFINITY-Werks. Diese beweisen stets, dass auch ohne Strom, das Gitarrenspiel von Saitenhexer Stefan in einer Liga mit professionellen Klampfern bestehen kann.
2010 folgte dann mit "Dawn Of Winter" das eindrucksvolle Full-Length-Debüt, das ohne Füllmaterial und Kompromisse auf ganzer Linie überzeugen konnte. Besonders herauszuheben sind das fiese 'Sacrificial Ritual', das epische wenngleich etwas lange 'Everlasting Fires', das schnelle und aggressive 'Incinerator' (was live leider bisher nie gezockt wurde) und das düster, morbide 'Transmitting Life To Darkness'. Ohne Zweifel war dieses Album eines der Sternstunden des deutschen Death Metal 2010.
Ein knappes Jahr später gab es dann eine Split, die die Obskuren mit ihren italienischen Freunden von PROFONAL realisierten. Hier findet sich zwar nur ein Song der deutschen Old-School-Deather, der ist dafür aber umso stärker und gleichzeitig auch mein persönlicher Lieblingssong, wenn es um OBSCURE INFINITY geht. 'Sign Of The Nightsky' ist großartig komponiert und ist trotz seiner eingängigen Hörbarkeit ein vollwertiger Todesblei-Batzen und toppt im Bereich Gitarrensoli locker alles was in den letzten Jahren in Deutschland veröffentlicht wurde.
Nun liegt der Szene mit "Putrefying Illusions" das Zweitwerk der Westerwälder vor und hat hohe Erwartungen zu erfüllen, wenn man die genannten Releases als Referenz nimmt. Diese Erwartungen werden beim ersten Durchlauf noch nicht erfüllt, da sich dieser Opus vom Sound und der Produktion her etwas von "Dawn Of Winter" unterscheidet, aber bereits bei Durchgang zwei und drei geht das Ganze wesentlich besser runter und spätestens nach vier Runden ist man "Putrefying Illusions" verfallen. Gute 35 Minuten Death Metal alter Schule versohlen jedem Hörer den Hintern und eins ums andere mal ist man überrascht wie schnell die CD durchgelaufen ist, ohne dass sie auch nur eine Sekunde gelangweilt hat. Sobald sich neue Tracks wie etwa 'Ascension-Kenosis' oder 'Clandestine Yearning' ins Hirn eingefräst haben, lassen sie einen nicht mehr los. Auch die zwei neuen akustischen Zwischenspiele zeugen von gewohnter Geschmackssicherheit. Ähnliches lässt sich auch über die Vocals sagen, die wie immer von wahnsinnigen Screams und infernalischen Grunts gebildet werden. Gesanglich hat sich Sänger Jules aber schon immer auf einem sehr guten Niveau bewegt.

Wie mächtig die neuen Songs jedoch wirklich sind, kann man nur erahnen, wenn man OBSCURE INFINITY mal live gesehen hat. Da zeigen die neuen Lieder von "Putrefying Illusions" noch eindrucksvoller, was sie können und feuern aus allen Rohren. Deswegen sei jedem empfohlen, die Jungs aus dem Westerwald entweder auf dem Schlotheimer Party.San Open Air im August oder auf dem Nocte Mortis Festival am 1. September in Limburg oder bei einem anderen Live-termin einen Besuch abzustatten. Bereuen wird man diese Erfahrung sicherlich nicht.

[Adrian]

Bleeding4Metal

 

Obscure Infinity - Putrefying Illusions

 

Review von Kruemel vom 30.07.2012 (39 mal gelesen)
Obscure Infinity - Putrefying Illusions Seit sich die vier Musiker Stefan (Gitarre), Jules (Vocals), Pascal (Bass) und Oli (Drums) vor etwas mehr als fünf Jahren zusammenfanden, verfolgten sie als OBSCURE INFINITY nur ein musikalisches Ziel: authentischen, trendfreien und tief in den Anfängen der 1990er verwurzelten Death Metal zu spielen. Bereits auf dem ersten Longplayer "Dawn Of Winter" (2010) zeigte der Vierer, welches Potential in ihm steckt. Auch auf dem jetzt veröffentlichten zweiten Langeisen "Putrefying Illusions" (was soviel bedeutet wie "verfaulende/verwesende Illusionen") finden sich einmal mehr absolut authentische Old School-Death Metal-Nummern. Obwohl OBSCURE INFINITY sicherlich von mitteleuropäischem Death der damaligen Zeit geprägt sind, setzten sie schon von Beginn an ihre eigenen Trademarks. Auch die zwölf neuen Stücke machen das deutlich. Im Vordergrund steht natürlich der räudige Death mit den entsprechenden Grunts, der einerseits zum Dauermatteschwingen anregt, dem es andererseits aber nicht an Melodik fehlt. Darüber hinaus verfügen die durchdachten Kompositionen über diese gewisse doomig-erdrückende und irgendwie faszinierende Ausstrahlung. Abgerundet wird alles mit dem gewollt urtümlichen Underground-Sound, der wie die Faust auf's Auge passt. Insgesamt merkt man den Musikern ihre musikalische Weiterentwicklung und hinzugewonnene Erfahrung an.

Fazit: Diese junge Band hat es erneut geschafft, konsequent ihr Ziel im Auge zu behalten und sich selbst und dem traditionellen Death Metal treu zu bleiben. OBSCURE INFINITY bleiben auch anno 2012 absolut echt und dürften jeden Genre-Traditionalisten mehr als zufriedenstellen.

Gesamtwertung: 8.0/10.0 Punkten

Voices From The Darkside

 

OBSCURE INFINITY
Putrefying Illusions
(Obscure Domain Productions)
38:45min

After German Death Metal outfit OBSCURE INFINITY delivered a strong full length debut album with 2010’s “Dawn Of Winter” I was really curious how these guys would develop and I was honestly very surprised when “Putrefying Illusions” kicked off since the powerful opener 'Collecting A Desastrous Sun' presents a melodic quality that reminded me of UNANIMATED, DESULTORY a lot whereas the following 'Ascension-Kenosis' is a really heavy traditional Death Metal stomper garnered with that classic ACHERON shuffle beat from 3min on. With Jules vocals concentrating exclusively on a mid-ranged roar the vocals appear a bit more consistent and more identifiable than before whereas the album’s general structure sends a nice respectful nod to DISSECTION due to the acoustic guitar interludes which they utilized on the previous record, too. 'Crypts Of Damnation' features some reminiscence to classic Finnish Death as well as brit Doom / Death with its thundering riffs and gloomy melodies before picking up speed again, mounting in another diverse track. 'Clandestine Yearning' is Swedish mid 90s melody-tinged Death raped by Teutonic Thrash and again symptomatic for OBSCURE INFINITY’s biggest strength: using obvious influences while creating something unique and captivating. Nowadays, the most apparent bands inspiring “new” old school Death Metal acts are either AUTOPSY or INCANTATION or ENTOMBED and while I can hardly complain about that, it’s quite refreshing to hear a band that unites less standard references without sounding forced or wanting too much at the same time. Mastered at the famous Necromorbus Studio obviously adds a another Scandinavian flavor and a good dose of reverb gives the entire record a dark and atmospheric aura that I personally find irresistible. Soundwise my only complaint is the drums as the kick drum is pretty hard to hear and not meaty enough. An extra horns up however for the super melodic somewhat Michael Estes (ACHERON) like leads which create a really moody flavor on an overall really enjoyable album. Also, during the second half it offers more killer tunes with the over 6 minutes long 'From The Bleak Spots To Infinity', the straight forward catchy title-track and 'Of Creating And Wasting' which despite bearing some similarities to UNLEASHED’s 'I Am God' at the beginning remains a good number. To sum it up: OBSCURE INFINITY might not have the “hit-density” of a band like ENTRAILS but they have impressed me with a coherent and well-crafted piece of honest and atmospheric Death Metal that is far more than just a 1:1 copy of somebody else. I’d just hoped I had not ruined my sexy OBSCURE INFINITY shirt at some festival’s drunken carnage as I would wear it an inch more proudly after hearing this! www.facebook.com/obscure.infinity, www.obscuredomain.com

Stefan Franke